Egerkingen

Die Musikgesellschaft Fridau weckte Emotionen

Die Musikgesellschaft Fridau Egerkingen mit ihrem Dirigenten Erich Hess beim Frühlingskonzert in der Kirche St. Martin

Die Musikgesellschaft Fridau spielte in der Kirche St. Martin in Egerkingen zum Frühlingskonzert auf.

Dirigent Erich Hess (Wolfwil) verstand es einmal mehr, musikalische Leckerbissen mit den Musikantinnen und Musikanten der MG Fridau erfolgreich einzustudieren und damit am Frühlingskonzert in der Kirche St. Martins ein grosses Publikum zu erfreuen und zu begeistern. Willkommen geheissen wurde das Konzertpublikum von Präsident und Aktivmusikant Kurt Rütti. Durchs Programm führte informativ die junge Klarinettistin Jessica Vogel.

Eröffnet wurde das Konzert mit dem feierlichen Werk «Amen» von Pavel Stanek, das sich aus bescheidenen Anfängen zu einem volltönigen Konzertstück von beeindruckender Klangfülle steigerte. «Braveheart» (Mutiges Herz) ist der Titel eines US-amerikanischen Filmes über den schottischen Freiheitskämpfer William Wallace aus dem Jahr 1995. Die gleichnamige Filmmusik», arrangiert von Jan van Kraeydonck, ist vom amerikanischen Filmkomponisten James Horner und wurde von der MG Fridau auf beeindruckende Weise vorgetragen.

Anspruchsvolles Wettstück

Es folgte das wunderbare Werk «Zeichen der Zeit» von Armin Kofler, Komponist für Blasorchester, Brassband und andere Bläserformationen. Dieses an die Instrumentalisten hohe Ansprüche stellende Werk ist das Wettstück der MG Fridau Egerkingen für den Musiktag 2018. Die Ouvertüre «Slawischer Tanz Nr. 8», arrangiert von Stephan Ametsbichler, gehört zu den Hauptwerken mit neun Sinfonien des tschechischen Komponisten Antonin Dvorak. In seinen Werken verbindet er Einflüsse von Klassik und Romantik mit Elementen der Volksmusik.

Viel Emotionen löste das wörtlich mit «Ein Hochgenuss dem Schöngesang» zu übersetzende Konzertstück Ouvertüre «Viva Belkanto» aus mit einer Melodienfolge aus fünf bekannten Weisen aus Italien des niederländischen Komponisten und Musikers Kees Vlak unter seinem Pseudonym Alfred Bösendorfer. Das Stück «Mountain Wind» (Bergwind) ist ein kleines feines Werk des Südtirolers Martin Scharnagel, Komponist und Arrangeur für Blasorchester und seiner eigenen bekannten Volksmusik-Formation «Viera Blech». Die reizvolle Komposition bot schöne Melodien und eine berührende Atmosphäre in der Kirche St. Martin. Ebenso wie der «Märchenwalzer» (Meine Heimat), arrangiert von Jaroslav Ondra, vom tschechischen Komponisten, Klarinettisten und Tenorhornisten Metodèj Prajka, der die mährische Blasmusik wie nur wenige geprägt hat.

Weiter ging es mit der ebenso berührenden Konzert-Polka «Zwei Tränen» des böhmischen Komponisten Karel Vacek, arrangiert von Franz Bummel. Das Konzert endete mit dem temperamentvollen Marsch «Wir grüssen mit Musik» des deutschen Blasmusik-Komponisten Siegried Rundel. Den Konzertabschluss machten die Zugaben «Abschied der Slawin» von Wassillj Ivanovich Agapkin – einer der beliebtesten Märsche in Russland – und, wie könnte es anders sein, der «Egerkinger Marsch» von Walter Reinhard. Der Applaus des Publikums war entsprechend.

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