Oensingen
Die Litfasssäulen sind weg – und keiner vermisst sie

Im Frühling 2001 wurden in Oensingen drei Litfasssäulen als Blickfang an prominenten Stellen platziert. Jetzt sind sie verschwunden. Warum eigentlich?

Alois Winiger
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Mittlerweile weg: Litfasssäule im Unterdorf.

Mittlerweile weg: Litfasssäule im Unterdorf.

Alois Winiger

Es sehe ganz danach aus, dass niemand die Litfasssäulen vermisst. Jedenfalls sei von nirgends her reklamiert worden, wurde im Gemeinderat festgestellt. Ferner haben die Grundstückbesitzer von zwei Standorten die Bewilligung für das Aufstellen der Säulen zurückgezogen.

Darum hat der Rat den Beschluss vom 4. Dezember 2000 aufgehoben, wonach drei Litfasssäulen aufzustellen sind, damit Vereine, Gemeinde und Dritte daran Plakate anbringen können: Im Unterdorf, beim Sunnehof-Center und bei der Autobahneinfahrt Solothurnerstrasse. Die Säulen gehörten damals ebenso zum neuen Kommunikationskonzept der Gemeinde wie der rote Schweif beim Logo «oensingen».

Neben Schloss Neu Bechburg hat Oensingen bekanntlich noch die Zwiebel als Wahrzeichen. Eine solche aus Kunststoff hätte seinerzeit den Säulen aufgesetzt werden sollen. Man verzichtete aber darauf aus Kostengründen. Immerhin sollen die inzwischen eingelagerten Säulen beim Zibelimäret oder bei anderen besonderen Anlässen Verwendung finden.

Auf Elektronik setzen

Nicht weggeräumt werden die Schaukästen, die weiterhin für den Aushang offizieller Mitteilungen dienen – zumindest mittelfristig. Die Zukunft gehöre den elektronischen Plattformen, sagt Gemeindepräsident Markus Flury. «Wie genau das funktionieren wird, ist noch nicht klar. Wobei es nicht bloss um die technischen Geräte geht, sondern zuerst einmal darum, wo es sinnvoll und passend ist, eine Informationsstation zu platzieren.»

Dies wiederum sei Bestandteil der Ortsplanung, die derzeit überarbeitet wird. Erst wenn die Umgebung von Roggenpark und Mühlefeldcenter mit dem geplanten Begegnungsplatz einmal Gestalt angenommen hat, werde man an die konkrete Planung gehen. Dasselbe gelte für den Bahnhofplatz, wo noch immer einiges im Unklaren sei, fügt Flury an.

Beibehalten als Informationsquelle der Bevölkerung wird «dr önziger». Die Gemeinde beteiligt sich unter anderem daran, als der Leiter Verwaltung einen Teil der Redaktion übernimmt. Apropos Leitung: Markus Flury geht davon aus, dass die Nachfolge für Leitung Verwaltung sowie Finanzen in den nächsten Wochen bekannt gegeben werden könne.

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