Wer noch einen Blick auf das Gasthaus Zur Linde im Unterdorf erhaschen wollte, dem bot sich dafür diese Woche eine letzte Gelegenheit. Die Schätzungen zufolge um 1900 erbaute Liegenschaft muss einem Wohn- und Geschäftshaus weichen, das die Einwohnergemeinde für 3,9 Mio. Franken auf dem 1300 Quadratmeter grossen Areal errichten will.

Der Abrissbagger lässt nur noch Schutt und Staub übrig.

Der Abrissbagger lässt nur noch Schutt und Staub übrig.

Bestandteil dieses Projektes ist auch ein Begegnungsplatz. Wann mit der Umsetzung begonnen wird, ist noch offen. Die Gemeinde ist noch auf der Suche nach Stockwerkeigentümern oder Investoren. Mit einem Baugesuch kann nicht vor 2017 gerechnet werden.

Der derzeit laufende Abriss der ehemaligen «Linde» erfolgt in der Hauptsache aus sicherheitstechnischen Gründen. Der Zustand des Gebäudes ist weitaus schlechter, als dies die Optik von aussen vermittelt, wie die Gemeinde dazu verlauten liess.

Die marode Bausubstanz war denn auch der Grund, warum der Gasthof im Jahr 2009 geschlossen wurde. Letzter Wirt auf der «Linde» war Rolf Achermann aus Kestenholz. Die Gemeinde konnte das Gebäude samt Areal im Jahr 2013 vom inzwischen verstorbene Egerkinger Unternehmer Tristan Bloch käuflich erwerben.

Der Rückbau des Gebäudes wurde bewusst in die Frühlingsferien der Schulen gelegt, um die Kinder der nahe gelegenen Schule möglichst keiner Gefahr auszusetzen. Dieses Ziel wird erreicht. Die Abrissarbeiten werden bis heute Abend mehrheitlich abgeschlossen sein, wie das ausführende Unternehmen auf Anfrage erklärt.