Härkingen
Die Liebe zur Natur verbindet die vier Gäuer Künstlerinnen

Vier junge Gäuer Künstlerinnen verraten, wieso die Farbe Grün überwiegt und wo sie ihre Inspiration finden.

Sarah Kunz
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Die vier Künstlerinnen von links: Noemi Metzel, Sofie Schenker, Rebecca Aerni und Anna-Lena Holm.

Die vier Künstlerinnen von links: Noemi Metzel, Sofie Schenker, Rebecca Aerni und Anna-Lena Holm.

Remo Fröhlicher

Bilder und Skulpturen in Grüntönen, in allen Werken lässt sich die Natur erkennen. Die Ausstellung ist viergeteilt und wirkt doch irgendwie in sich eins. Dies vor allem durch ihre Ähnlichkeit in Motiv und Farbe. Da lässt sich eine Blumenwiese erkennen, dort hängt das Foto einer Brennnesselstaude. «Das ist Zufall», sagt Anna-Lena Holm lachend. «Wir haben uns nicht abgesprochen.» Sofie Schenker lenkt ein: «Ich habe mich mit meinen Skulpturen farblich einfach angepasst.»

Ausstellungszeiten

Die vier Künstlerinnen stellen ihre Werke in der Alten Kirche in Härkingen vom
1. bis 17. Februar aus. Die Öffnungszeiten sind jeweils am Freitag von 19 bis 21 Uhr und Samstag sowie Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

Holm und Schenker sind zwei der vier Künstlerinnen, die derzeit ihre Werke in der Alten Kirche in Härkingen ausstellen dürfen. Die beiden Gäuerinnen sowie Rebecca Aerni, Tochter des Künstlers Christoph R. Aerni, und Noemi Metzel wurden von der Institution angefragt, sich für diese Ausstellung zusammenzutun. Denn die Alte Kirche möchte jungen Künstlerinnen aus der Region eine Plattform bieten. «Ausser Sofie habe ich vorher noch niemanden gekannt», erzählt Aerni. Deshalb sei es etwas herausfordernd gewesen, die Ausstellung zu meistern. «Jeder hat so seine Routinen bei einer Ausstellung», erzählt Aerni. «Diese mussten wir jetzt irgendwie zusammenführen.» Das habe ja aber gut geklappt. «Der Raum hier wirkt jetzt ‹chli peppiger›», so Aerni lachend.

Pläne für die Zukunft

Es ist nicht das erste Mal, dass die Künstlerinnen ihre Werke in einer Ausstellung zeigen. Und doch habe die Ausstellung in der Alten Kirche eine spezielle Bedeutung: «Es ist schön, mit anderen Künstlerinnen über dasselbe Thema zu kommunizieren», sagt Holm. Die Liebe zur Natur verbinde sie. Für Metzel hat die Ausstellung zudem eine weitere Besonderheit: «Ich habe sieben Jahre meiner Kindheit direkt daneben im Pfarrhaus verbracht», so die Künstlerin. «Den Härkingern meine Werke zu zeigen, bedeutet mir viel.»
Für die Zukunft haben die Künstlerinnen verschiedene Wünsche: So möchte Holm gerne mit nachhaltigen Firmen zusammenarbeiten. «Ich wäre gerne hauptberuflich Künstlerin», so Aerni. «Wie mein Vater.» Metzel und Schenker drücken ihre Zukunftswünsche einfach aus: Weiterhin Kunst machen.

Wo finden Sie Ihre Inspiration?

Noemi Metzel (24)

«Meine Inspiration ist immer da, weil sie von innen heraus kommt. Ich habe ständig einen Drang zum Malen, selbst wenn ich nicht viel Zeit habe. Für mich ist das Malen eine Form von Freiheit. Mit meiner Kunst möchte ich Gefühle ausdrücken und Emotionen vermitteln. Die Leute sollen Freude empfinden, wenn sie die Bilder anschauen.»

Sofie Schenker (33)

«Die Inspiration ist in mir drin. Ich bin Berufskünstlerin, da ist die Kunst das notwendige Übel, um zu überleben. Aber nicht nur, um Geld damit zu machen, sondern auch, um andere zu berühren. Kunst ist für mich mein Ventil. Ich will mein ganzes Leben lang Kunst machen und höre erst damit auf, wenn ich nicht mehr kreativ bin.»

Rebecca Aerni (38)

«Mein gesamtes Leben ist meine Inspiration. Ich bin inspiriert, wenn ich Musik höre, oder im Umgang mit meinen Mitmenschen. Mir ist wichtig, dass meine Bilder etwas aussagen und meine Liebe zur Natur darstellen. Deshalb sollen auch alle meine Malereien warm erscheinen, obwohl jeder etwas anderes darin sieht.»

Anna-Lena Holm (25)

«Ich finde meine Inspiration in der Natur und im Zusammenleben mit anderen Menschen. Genau das spiegeln dann auch meine Fotografien. Ziel meiner Bilder ist, die Schönheit der Natur aufzuzeigen und damit die Menschen für die Umwelt zu sensibilisieren. Ich fotografiere in der ganzen Schweiz, aber vor allem hier in der Umgebung.»