Bilder und Skulpturen in Grüntönen, in allen Werken lässt sich die Natur erkennen. Die Ausstellung ist viergeteilt und wirkt doch irgendwie in sich eins. Dies vor allem durch ihre Ähnlichkeit in Motiv und Farbe. Da lässt sich eine Blumenwiese erkennen, dort hängt das Foto einer Brennnesselstaude. «Das ist Zufall», sagt Anna-Lena Holm lachend. «Wir haben uns nicht abgesprochen.» Sofie Schenker lenkt ein: «Ich habe mich mit meinen Skulpturen farblich einfach angepasst.»

Holm und Schenker sind zwei der vier Künstlerinnen, die derzeit ihre Werke in der Alten Kirche in Härkingen ausstellen dürfen. Die beiden Gäuerinnen sowie Rebecca Aerni, Tochter des Künstlers Christoph R. Aerni, und Noemi Metzel wurden von der Institution angefragt, sich für diese Ausstellung zusammenzutun. Denn die Alte Kirche möchte jungen Künstlerinnen aus der Region eine Plattform bieten. «Ausser Sofie habe ich vorher noch niemanden gekannt», erzählt Aerni. Deshalb sei es etwas herausfordernd gewesen, die Ausstellung zu meistern. «Jeder hat so seine Routinen bei einer Ausstellung», erzählt Aerni. «Diese mussten wir jetzt irgendwie zusammenführen.» Das habe ja aber gut geklappt. «Der Raum hier wirkt jetzt ‹chli peppiger›», so Aerni lachend.

Pläne für die Zukunft

Es ist nicht das erste Mal, dass die Künstlerinnen ihre Werke in einer Ausstellung zeigen. Und doch habe die Ausstellung in der Alten Kirche eine spezielle Bedeutung: «Es ist schön, mit anderen Künstlerinnen über dasselbe Thema zu kommunizieren», sagt Holm. Die Liebe zur Natur verbinde sie. Für Metzel hat die Ausstellung zudem eine weitere Besonderheit: «Ich habe sieben Jahre meiner Kindheit direkt daneben im Pfarrhaus verbracht», so die Künstlerin. «Den Härkingern meine Werke zu zeigen, bedeutet mir viel.»

Für die Zukunft haben die Künstlerinnen verschiedene Wünsche: So möchte Holm gerne mit nachhaltigen Firmen zusammenarbeiten. «Ich wäre gerne hauptberuflich Künstlerin», so Aerni. «Wie mein Vater.» Metzel und Schenker drücken ihre Zukunftswünsche einfach aus: Weiterhin Kunst machen.