Egerkingen

Die Lenz Friends laden zur Ausstellung

Bruno Leuenberger mit Acrylbildern zum Abfallproblematik im Meer.

Bruno Leuenberger mit Acrylbildern zum Abfallproblematik im Meer.

Seit 25 Jahren inspirieren sich befreundete Gäuer und Thaler Künstler gegenseitig

Vor gut 25 Jahren hatte der Kestenholzer Künstler Cäsar Spiegel die Idee, eine Künstlergemeinschaft ins Leben zu rufen. «Lenz Friends» sollte sie heissen und Kunstschaffenden aus dem Thal und dem Gäu eine Art «Heimat» geben. «Es ging nicht darum, künstlerisch auf eine gleiche oder ähnliche Ebene zu kommen», sagt Gründungsmitglied Fritz Brack. «Wir wollten uns einfach einmal pro Woche treffen, uns gedanklich austauschen, gegenseitig Mut machen und unterstützen.»

Und so sei es bis heute geblieben, sagt Edy A. Wyss, der ebenfalls von Beginn weg mit dabei war: Einmal wöchentlich treffen sich die Lenz Friends in einem grossen Atelierraum an der Sternengasse in Egerkingen zum Gedankenaustausch. «Allerdings sind neben Cäsar Spiegel auch andere Gründer nicht mehr unter uns.» Der Lauf des Lebens...

«Wir nehmen es, wie es kommt»

Von Beginn weg mit dabei bei den Lenz Friends waren noch Christoph R. Aerni und Martin Heim. Vor gut vier Jahren sind neu Bruno Leuenberger und Sofie Schenker hinzugestossen, doch immer wieder stellen sich die heute sechs Mitglieder die Frage: Weitermachen? «Solange wir es noch so gut untereinander haben, machen wir weiter», sind sich derzeit alle einig. «In den letzten Jahren sind wir etwas gelassener geworden», sagen Wyss und Brack.
Aber eigentlich seien sie noch ein Mitglied mehr, heben sie hervor. «Brigitte Spiegel hat uns immer administrativ unterstützt.» Ihre Arbeit übernehme neu mehr und mehr Bruno Leuenberger. Dass sich eine so lose Künstlergruppe über all die Jahre gehalten hat, mag überraschen. Besonders da Künstler an und für sich Individualisten sind. «Das Geheimnis unserer langen Freundschaft ist sicher, dass keiner dem anderen ‹futterneidig› ist», argumentiert Wyss.

(v.l.) Fritz Brack, Edy A. Wyss, Bruno Leuenberger, die halbe Gruppe.

(v.l.) Fritz Brack, Edy A. Wyss, Bruno Leuenberger, die halbe Gruppe.

Einmal im Jahr laden die Lenz Friends auch zur gemeinsamen Ausstellung in ihren Atelierraum in Egerkingen. Dieses Jahr zeigen alle Künstler jüngere Arbeiten unter dem Titel «Intuitiv». «Seit ein paar Jahren laden wir noch einen weiteren Künstler als Gast mit ein; dieses Jahr ist dies Herbert Müller aus Oberbipp mit seinen Fotografien», erklärt Wyss. Beim Rundgang durch die Ausstellung fällt auf, dass die Diskussionen um die Klimathematik auch die Lenz Friends beschäftigen. Bruno Leuenberger zeigt Acrylbilder, in denen er schmelzende Eisberge oder die Plastikmüllverschmutzung in den Meeren thematisiert. Auch Martin Heim: Ihn beschäftigt die Biodiversität. Seine gewohnt freie Malerei hat eine gewisse Düsterheit bekommen. Während Edy A. Wyss eher seine gefühlte Innensicht – aufgrund eines Augenleidens - zu Bildern macht, zeigt Fritz Brack ganz klassische Ansichten von Landschaften oder formschöne Früchte und Gemüse.

Vernissage: Samstag, 23. Nov. 17 Uhr. Bis 8. Dez. Infos: www.lenz-friends.ch

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