Barmelweid
Die Klinik Barmelweid hatte eine Bettenauslastung von 99,1 Prozent

Die Höhenklinik in Erlinsbach AG ist mit dem vergangenen Jahr sehr zufrieden und denkt wegen der Vollbelegung über einen Ausbau der Angebote nach.

Martha Brem
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Naturnah gepflegte Wiesen umgeben die Klinik Barmelweid.

Naturnah gepflegte Wiesen umgeben die Klinik Barmelweid.

Werner Rolli

Die Klinik Barmelweid feierte 2012 das 100-Jahr-Jubiläum und ist gleichzeitig erfolgreich im Zeitalter der neuen Spitalfinanzierung angekommen. Die guten Umfrageergebnisse dokumentieren es: Die Patientinnen und Patienten fühlen sich professionell und kompetent behandelt. Dies zeigt sich auch in der Auslastung: Die Klinik war das ganze Jahr hindurch voll belegt und denkt deshalb über einen Ausbau der Angebote nach.

Die Klinik Barmelweid blickt zufrieden auf das erste Geschäftsjahr mit der neuen Spitalfinanzierung zurück. Mit einem leicht gesteigerten Umsatz von 43,9 Mio. Franken erwirtschaftete sie 2012 einen Gewinn von 180 000 Franken. Die hohe Bettenauslastung von 99,1 Prozent zeigt die ungebrochene Nachfrage. 2357 Patientinnen und Patienten verbrachten insgesamt 48 600 Pflegetage auf der Barmelweid.

Der Tag der offenen Türen oder der Herbstmarkt lockten 2012 viel Publikum auf die Barmelweid. Mit fantasievollen und überraschenden Veranstaltungen zeigte die ehemalige Heilstätte Barmelweid, was sie heute als moderne Spezialklinik alles zu bieten hat. Gleichzeitig brachten die neue Spitalfinanzierung und die Einführung der Fallpauschalen nach SwissDRG erhebliche Umstellungen. Das Schweizer Gesundheitswesen wird neu in die drei Bereiche Akutsomatik, Rehabilitation und Psychiatrie unterteilt. Die Klinik Barmelweid erbringt in allen drei Gebieten medizinische Leistungen. Dies bedeutete eine grosse administrative und organisatorische Herausforderung, die gut gemeistert wurde.

In der Langzeitpflege präsentiert sich ein ähnliches Bild. Bei einem Umsatz von 5,8 Mio. Franken erwirtschaftete das Pflegezentrum Barmelweid 2012 einen Gewinn von 58 000 Franken. Die im Sommer 2011 abgeschlossene Erneuerung konnte im Rahmen des bewilligten Kredits abgerechnet werden.

In der Psychosomatik mussten die Patientinnen und Patienten immer wieder lange Wartezeiten in Kauf nehmen, da keine Betten frei waren. Deshalb erweiterte die Klinik Barmelweid im Haus Geissflue ihr Angebot um eine zusätzliche Bettenstation. Seit Januar 2013 stehen damit 18 zusätzliche Betten in der Psychosomatik zur Verfügung.

Spitäler müssen künftig ihre Investitionen sowie die Erneuerung ihrer Infrastruktur selbst erwirtschaften. So muss auch die Klinik Barmelweid über eine solide Finanzierungsbasis verfügen. Ein breit angelegter Strategieprozess soll deshalb neue Ertragspotenziale ausloten und mögliche Kooperationen mit anderen medizinischen Leistungserbringern evaluieren.

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