Wolfwil
Die Kestenholzer Meggeler mussten im Aaregäu Lehrgeld bezahlen

25 Mannschaften kämpfen an der 6. Schweizer Meggelen-Meisterschaft in Wolfwil um den Titel. Heute steht die letzte Vorrunde auf dem Programm, morgen Samstag steigt ab 12 Uhr die Finalrunde. Favoriten sind einmal mehr junge Teams.

Erwin von Arb
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Die Hintere Gasse ist noch bis Samstagabend Schauplatz der Schweizer Meisterschaft im Meggelen.

Die Hintere Gasse ist noch bis Samstagabend Schauplatz der Schweizer Meisterschaft im Meggelen.

Erwin von Arb

Seit Pfingstmontag wird im Aaregäu die mittlerweile 6. Schweizer Meisterschaft im Meggelen ausgetragen. Petrus meint es einmal mehr nicht gerade gut mit den 25 Mannschaften mit insgesamt 120 Meggelerinnen und Meggelern.

Auf den Spielbetrieb wirkt sich das nasskalte Wetter aber bisher kaum aus, wie OK-Chef Marcel Ackermann berichtet. Einzig der starke Wind zu Beginn des Turniers habe den Spielern zu schaffen gemacht. Schwierig sei insbesondere gewesen, das 11,3 Zentimeter lange Meggeli mit dem Stecken gegen den Wind durch oder über die gegnerischen Mannschaften zu schlagen.

Siegreich ist jene fünfköpfige Mannschaft, deren Meggeli – dieses wird wie der Stecken aus einem Besenstiel gefertigt – insgesamt am weitesten geflogen sind.

Den für diese Jahreszeit tiefen Temperaturen begegnen die Meggeler mit der Zuführung von heissem «Zielwasser» in Form von «Kaffi Lutz» oder vermehrten Besuchen in der warmen Gaststube der «Eintracht», wie Ackermann dazu ausführt.

Dieses Jahr machen wieder zwei Mannschaften aus dem Gäu und eine aus dem Oberaargau mit. Erstmals dabei sind die von Jonas Wyss angeführten «Chestwoods». Die fünf jungen Männer vom FC Kestenholz sind zuversichtlich, gegen die Übermacht aus Wolfwil bestehen zu können, wie der 20-jährige Yanick Boss vor dem ersten Einsatz erwähnt.

Und wenn sie dennoch scheitern sollten, bleibe ihnen der Trost, dass die Wolfwiler zwar die besseren Meggeler seien, der FC Kestenholz aber besser Fussball spiele, schiebt einer vom «Chestwood»-Team nach.

Wegen ihres sichtlich noch ungeübten Umgangs mit Stecken und Meggeli verfehlen die Kestenholzer ihr gestecktes Ziel deutlich und scheiden nach der Vorrunde aus. «Macht nichts, wir wollten vor allem Spass haben, und den hatten wir», sagt Yanick Boss

Der Spass steht auch bei den anderen Turnierteilnehmern im Vordergrund. Etwa bei Berhard Kuster, Mitglied bei den Pferdesportfreunden Wolfwil. «Wir sind bereits zum dritten Mal mit einer Mannschaft dabei», sagt der 42-Jährige. Zum Turnier gehöre auch das Gesellige. «Gelegentlichen bleiben wir hier hängen.»

Heute Freitag steigt ab 18 Uhr in der Hinteren Gasse bei der «Eintracht» die letzte Zwischenrunde, bevor morgen Samstag um 12 Uhr der Auftakt zur Finalrunde erfolgt. Etwa um 17.15 Uhr sollte feststehen, welche Mannschaft Schweizer Meister 2013 ist. Dies könnte dieses Jahr durchaus wieder ein sehr junges Team sein, wie die Schiedsrichter Marcel Ackermann und Toni Büttiker verraten.

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