Das Plakat am Dorfkreisel kündigt das Fest schon länger an: Die Jubla Härkingen feiert ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Fest auf dem Parkplatz neben der Kirche. «Wir wollen mit dem Fest dem Dorf etwas zurückgeben», so Julian Wyss, Jubla-Leiter, Lagerleiter und Student.

«Das Dorf hat uns in den letzten Jahren immer unterstützt.» Deshalb ist das Fest für alle gedacht, auch für Leute, die sonst nicht viel mit der Jubla am Hut haben. Auch ein Sarasani-Zelt ist etwas Aussergewöhnliches, welches bei der Jubla Härkingen nicht oft zum Einsatz kommt, zuletzt bei der Aktion 72 Stunden.

Für das Fest sind verschiedene Aktivitäten geplant: Zunächst können sich Kinder und Jugendliche beim Geländespiel austoben. Anschliessend folgt ein besinnlicher Teil. Die darauffolgenden Ateliers sind abwechslungsreich gestaltet und reichen von Blachen-Volleyball über Fahnen basteln bis zu Ratespielen und Wikingerschach. Am Freitag stellten Helfer der Jubla Härkingen die Küchen- und Festzelte auf, wo ab 17.30 Uhr die Festwirtschaft betrieben wird.

Für alle Konfessionen offen

Die Jubla Härkingen veranstaltet alle drei Wochen Gruppenstunden und trifft sich einmal monatlich zu einem Scharanlass. Jeweils in der ersten Sommerferienwoche reisen gut 50 Kinder, Jugendliche und Leiter ins Sommerlager. In diesem Jahr wird der Besuch des Schweizer Jubla-Grossanlasses «Jublaversum» zu den Höhepunkten gehören. Ein solcher war letztes Jahr im September auch die Aktion 72 Stunden, als die Jubla Härkingen ein kleines Open Air für ihr Dorf auf die Beine stellte. «Auch da ging es darum, der Bevölkerung etwas zurückzugeben», so Wyss.

Wie im Festprogramm ersichtlich, spielt der Glaube noch immer eine Rolle. Der Jubla-Gottesdienst in der Adventszeit ist ein fester Bestandteil des Jahresprogramms. Die Jubla selbst richtet sich aber nicht nur an katholische Kinder und Jugendliche ab der ersten Klasse bis zur Oberstufe. «Die Jubla ist immer noch ein kirchlicher Verein, allerdings mit einem breit gefächerten Zielpublikum.

Die Veranstaltungen sind für alle Konfessionen offen und das soll auch so sein», sagt Adrian Wicki, Pastoralraumleiter und Präses der Jubla Härkingen. Die Kirchgemeinde Härkingen unterstützt die Jubla finanziell. «Wir übernehmen beispielsweise die Kosten für die Leiterkurse. Auch sonst kann sich die Jubla bei Bedarf bei uns melden», so Wicki. Allerdings kann der Jugendverein dank einem Stand am alljährlichen Härkinger Fröschefest vieles selbst finanzieren.

Die Jubla Härkingen wurde offiziell im Jahr 1991 gegründet. Angefangen hatte die Jugendgruppe aber bereits 1988 mit Christoph Schwager als Gemeindeleiter. Der Einsatz für die Jugend war ihm sehr wichtig. Er veranstaltete erste Gruppenstunden und 1990 ein erfolgreiches Lager. Daran nahmen so viele Kinder teil, dass ein Härkinger dem Pfarrer später sagte, das Dorf habe während dieser Woche wie ausgestorben gewirkt.

Seither ist die Jubla Härkingen stark gewachsen und verzeichnet mittlerweile 60 aktive Mitglieder, davon 16 Leiter. Die Mitgliederzahlen seien, so Wyss, in den letzten Jahren leicht angestiegen und zuletzt konstant geblieben. Es hänge aber gerade in einer kleinen Gemeinde wie Härkingen auch immer sehr von der Grösse des Jahrgangs ab.