Kestenholz
Die Jubla geht für das 75-Jahr-Jubiläum hoch hinaus

Die Jungwacht Kestenholz feiert ihren 75. Geburtstag mit einem Fest. Vom 11. bis 13. Mai finden die Feierlichkeiten statt.

Sarah Kunz
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Die Blachen des Sarasani-Zelts, wo die Festwirtschaft untergebracht ist, werden hier noch zusammengeknüpft.

Die Blachen des Sarasani-Zelts, wo die Festwirtschaft untergebracht ist, werden hier noch zusammengeknüpft.

Bruno Kissling

Er ist momentan der Hingucker des ganzen Dorfes: Der riesige Turm hinter dem Friedhof. Er und ein Sarasani-Zelt sollen dereinst die Wiese schmücken, welche als Festgelände für die Jubiläumsfeier der Jungwacht Kestenholz dient. Diese kann in diesem Jahr das 75-jährige Bestehen feiern. Bereits eine Woche vor den Feierlichkeiten, welche vom 11. bis 13. Mai stattfinden, sind die Leiter und Kinder fleissig am Aufstellen der Bauten.

Der grosse Turm für die Jubiläumsfeier der Jubla steht bereits seit Mitte letzter Woche.

Der grosse Turm für die Jubiläumsfeier der Jubla steht bereits seit Mitte letzter Woche.

Bruno Kissling

Der Turm, das Sarasani sowie ein Ritiseili, ein kleiner Torbogen und je nach Witterung und Zeit auch noch ein Seilbähnli sollen zu den Attraktionen an diesen drei Tagen werden. «Wir bieten etwas für jede Altersklasse», verspricht Scharleiter Joël Ackermann. Das Jungwacht-Museum, wo alte Videos, Fotos und Fahnen aufliegen werden, und die Festwirtschaft mit Live-Musik sind samstags und sonntags geöffnet. Am Freitag sorgt eine Bar für das leibliche Wohl. Der Jubla-Chor wird derweil am Freitag und Sonntag für musikalische Unterhaltung sorgen. Am Sonntag um 10 Uhr wird zudem ein Gottesdienst im Sarasani abgehalten. Anschliessend erfolgt ein Apéro sowie die Festansprache. «Wir wünschen uns ein gemütliches Zusammensein», erzählt Ackermann.

Früher stark durch Kirche geprägt

Das zehnköpfige Organisationskomitee besteht aus Leitern sowie Altleitern und hatte bereits vor zwei Jahren die ersten Ideen für das Fest. Dank zahlreichen Sponsoren und der Unterstützung des Dorfes lassen sich diese Ideen umsetzen. Ein Teil der Materialien gehört der Jubla selbst, ein anderer Teil konnte das OK dank diversen Verbindungen günstig mieten. «Wir haben Schreiner, Bauern und Förster bei uns im Verein», so Ackermann. «Sie haben alle Verbindungen und helfen mit.»

Die Jubla, wie sich der Verein heute nennt, existiert eigentlich erst seit dem Jahr 2003, da in diesem Jahr die Jungwacht, welche aus Knaben bestand, mit der Mädchenorganisation Blauring fusionierte. Das Gründungsdatum der Jungwacht ist der 28. Februar 1943, weshalb der fusionierte Verein in diesem Jahr den Geburtstag der Jungenorganisation feiert. In diesen 75 Jahren hat sich einiges innerhalb der Organisation verändert. So gab es zu diesen Anfängen beispielsweise ein «Jungwachtgesetz», in welchem genau geregelt war, wie sich ein Jungwächter zu verhalten hat. Diese «Gesetze» galten sowohl für die Schule als auch für die Freizeit oder in den Gruppenstunden. «Früher war die Jungwacht auch viel stärker mit der Kirche verbunden», erzählt Ackermann. Die Organisation stammt von der katholischen Kirche ab. Die Aktivitäten drehten sich deshalb um den Glauben, wie etwa Kirchenbesuche oder Gottesdienste. «Heute sind wir weniger streng als früher», meint der Scharleiter. Obwohl der Glauben noch immer eine Rolle spiele, wie auch die Durchführung eines Gottesdienstes an der Jubiläumsfeier zeigt.

Die Helfer sind fleissig am aufstellen der Bauten.

Die Helfer sind fleissig am aufstellen der Bauten.

Bruno Kissling

Kinder individuell fördern

«Das Ziel der Jubla heute ist es, den Kindern fernab von Schule oder Leistungsdruck eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten», sagt Ackermann. «Die Jubla soll ein Ort sein, wo Kinder so sein dürfen wie sie sind.» Anders als früher seien deshalb heute alle Religionen erlaubt, genau so wie Kinder auch nicht anhand ihres Aussehens, ihrer Angehörigkeit oder ihrer erbrachten Leistungen beurteilt werden. «Bei uns in der Jubla kann jeder und jede etwas gut», erklärt der Scharleiter. So könne jedes Kind individuell gefördert werden – egal, wo dessen Stärken und Schwächen liegen. Noch immer steht die Verbundenheit zur Natur im Vordergrund, weshalb viele der Aktivitäten auch draussen stattfinden. Mit dabei sind jeweils 77 Kinder und 40 Leitungspersonen.

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