Trimbach

Die Hochwasserschutzmassnahmen sind fast abgeschlossen

Der Bereich Biologie wird dieses Jahr erweitert und ausgebaut, die Arbeiten sind in vollem Gang.

Der Bereich Biologie wird dieses Jahr erweitert und ausgebaut, die Arbeiten sind in vollem Gang.

Der Zweckverband Abwasserregion Olten lud zur 97. Delegiertenversammlung ein. Kernthemen waren die Sanierung der ARA Winznau, die in die zweite Phase tritt, sowie die Hochwasserschutzmassnahmen.

Edi Baumgartner (Wangen), neuer Präsident des Zweckverbandes Abwasserregion Olten (ZAO), konnte am Mittwochabend zahlreiche Vorstandsmitglieder und Delegierte im Brunnensaal des Trimbacher Mühlemattsaals zur 97. DV willkommen heissen. Die Delegierten hatten zunächst den Jahresbericht des Präsidenten und jenen von Geschäftsführer Thomas Christmann zu genehmigen, was sie denn auch ohne Gegenstimme taten.

ARA: Erste Etappe abgeschlossen

In seinem Jahresbericht hielt der Präsident fest, dass die vorgezogenen Massnahmen der ersten Etappe zur Sanierung der ARA Winznau abgeschlossen sind. Es handelt sich dabei um die Sanierung der Schneckenpumpen im Einlaufpumpwerk, den Ersatz der Feinrechenanlagen, den Ersatz des Grobrechens sowie um den Neubau der Muldenstation zur Rechenanlage. Diesen Frühling werde man mit der zweiten Etappe beginnen, welche die Erweiterung und den Ausbau der Biologie vorsieht. Hier sei aber noch eine Submissionsbeschwerde hängig.

Christmann ergänzte an der Versammlung, dass die Beschwerde vom Tisch sei. Stand jetzt habe man für die Abflussleitung aus dem Nachklärbecken 1 eine provisorische Leitung erstellt. Nun können die bisherigen Ablaufleitungen der Nachklärbecken 1 und 2 abgebrochen und der resultierende Platz umfunktioniert werden. Das Nachklärbecken wird derzeit entleert, so dass gegen Ende Juni mit den Abrissarbeiten der Beckenwände begonnen werden könne. Und der Aushub für das neue Biologiebecken sei fast fertig.

Bezüglich Hochwasserschutz ist dem Bericht zu entnehmen, dass das Pumpwerk Obere Ey in Dulliken im Herbst in Betrieb ging und jenes in der Wässerig in Obergösgen Anfang dieses Jahres. Auch das Pumpwerk Hasli in Olten ist fertig und seit kurzem in Betrieb. Dasselbe gilt für das Pumpwerk Giessen in Winznau, hier sind noch die Umgebungsarbeiten zu erstellen. Auch die Arbeiten zum Damm konnten letzten Herbst abgeschlossen werden. Nach heutigem Wissensstand werde das Kostendach, analog zur ersten Etappe ARA, eingehalten. Und bezüglich V-GEP wurde 2013 mit den ersten Umsetzungsmassnahmen begonnen. Gegen Ende Jahr sind in Winznau die Bauarbeiten zur Erweiterung des ZAO-Kanals angelaufen.

Wenige Belastungen

Im Bericht des Geschäftsführers wird festgehalten, dass die Ablaufwerte in der Abwasserreinigungsanlage weitgehend den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Einzig beim Nitrit sei der Richtwert häufig überschritten worden. Die Schwermetallanteile im Klärschlamm seien nach wie vor tief. Die Abwassermengen fielen etwas tiefer aus als im Vorjahr, jedoch seien mehr Feststoffe entfernt worden.

Das Blockheizkraftwerk habe sehr gut produziert, und die Stromerzeugung sei sehr zufriedenstellend gewesen. Wegen häufiger Reinigungsarbeiten wurde aber mehr Wasser verbraucht. Thomas Christmann hofft, dass per Ende dieses Jahres nun alle Hochwasserschutzmassnahmen abgeschlossen werden können.

Ja zu Rechnung und Budget

Die Rechnung 2013, vorgestellt von Finanzchef Urs Tanner, schliesst mit einem Überschuss von Fr. 742 829.84 ab. Bemerkenswert sind Einsparungen beim Personal- und Sachaufwand, jedoch auch Mehraufwendungen für den Unterhalt der Kanäle sowie Mehraufwendungen beim V-GEP. Der Cashflow betrug rund 1,43 Mio. Franken. Nettoinvestitionen wurden in der Höhe von Fr. 3 751 136.14 getätigt. Die Abschreibungen konnten durch die Auflösung des Werterhalts finanziert werden; gleichzeitig wurden aufgrund des Ausweises der Wiederbeschaffungswerte Fr. 727 159.40 neu eingesetzt. Die Delegierten stimmten der neuen Einlage in gleicher Höhe in den Werterhalt zu, ebenso der Auflösung des alten Wiederbeschaffungswertes von Fr. 344 736.78. Der Jahresgewinn von Fr. 742 829.84 wurde ins Eigenkapital eingelegt, das sich neu auf Fr. 3 651 605.32 beläuft.

Das Budget 2015 sieht einen Überschuss von 408 600 Franken vor. Der Personalaufwand dürfte wegen der Kosten für die Ausfinanzierung der Pensionskasse höher ausfallen, jedoch dürfte der Sachaufwand wegen des Wegfalls der Position V-GEP deutlich kleiner ausfallen. Grosse Investitionsposten sind der Ausbau der ARA, zweite Etappe (4,514 Mio. Franken) und der Kantonsbeitrag Hochwasserschutz (minus 1,3 Mio. Franken). Auch dem Budget stimmten die Delegierten einstimmig zu.

Ebenso Zustimmung fand der Investitions- und Finanzplan 2014 bis 2021. Die Gesamtinvestitionen werden sich im Bereich von 23 bis 24 Mio. Franken bewegen. Für diese ist erstmals eine Fremdkapitalaufnahme von rund 13 Mio. Franken vorgesehen. Momentan ist keine Gebührenerhöhung vorgesehen. «Der Zweckverband ist auf einer sehr soliden finanziellen Basis», so Tanner.

In Kürze

An der DV wurde Andreas Gervasoni (Dulliken) nach 30-jähriger Tätigkeit in der Rechnungsprüfungskommission, wovon 18 Jahre als Präsident, verabschiedet. «Für mich war es eine sehr interessante Zeit», bekannte er.

Die 98. DV findet am Mittwoch, 19. November statt.

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