Gemeindeversammlung
Die Haulenstutz in Laupersdorf kann ausgebaut werden

Für die Leuchtmittel der Strasse im Unter- und Oberdorf sind keine Ersatzteile mehr erhältlich. Die Gemeindeversammlung bewilligte einstimmig einen Kredit von 280 000 Franken für neue LED-Leuchten.

Rudolf Schnyder
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Der Haulenstutz in Laupersdorf

Der Haulenstutz in Laupersdorf

Rudolf Schnyder

Gemeindepräsident Edgar Kupper konnte 35 Stimmberechtigte zur Budget-Gemeindeversammlung in Laupersdorf begrüssen. Es sollte für ihn ein ruhiger Abend werden, wurden doch sämtliche Beschlüsse zum Budget 2016 und zu den Investitionen dank guter Vorbereitung des Gemeinderates von der Versammlung einstimmig gefasst.

«Verschiedene Gründe haben die Werkkommission bewogen, ein Konzept für die Umrüstung der Strassenbeleuchtung in Auftrag zu geben», erklärte Adrian Schaad (Gemeinderat und Präsident der Werkkommission).

Seit April 2015 dürfen keine neuen Quecksilberdampf-Lampen mehr produziert und nur noch Restbestände verkauft werden. In Laupersdorf sind heute 57 derartige Lampen von insgesamt 290 Stück in Betrieb.

Für die Leuchtmittel der Strasse im Unter- und Oberdorf sind keine Ersatzteile mehr erhältlich. Dieser Leuchten-Typ muss ersetzt werden. 90 Prozent der Leuchten in Laupersdorf haben die Lebensdauer erreicht oder gar schon überschritten.

Im Jahr 2016 wird zudem vom Bundesamt für Energie ein Förderprogramm «effeSTRADA» durchgeführt und Laupersdorf könnte maximal 16 100 Franken an Förderbeiträgen beantragen.

Die Werkkommission und der Gemeinderat schlugen der Versammlung vor, die bestehende Beleuchtung mit LED-Leuchten ersetzen, wobei die Stangen bestehen bleiben.

«Mit der neuen LED-Technik ist der Betrieb und Unterhalt kostengünstiger und man könnte die Leistung stufenweise absenken. Sämtliche LED-Strassenlampen würden wieder durchgehend leuchten, die Nachtabschaltung jeder zweiten Lampe würde aufgehoben. Vorgesehen ist, dass die LED-Leuchten neu zwischen 22.30 Uhr und 0.30 Uhr auf 70 Prozent und zwischen 0.30 Uhr und 5 Uhr auf 40 Prozent abgesenkt würden, zudem gibt es im Bereich der Fussgängerstreifen auf der Thalstrasse eine bessere Ausleuchtung», berichtete Adrian Schaad.

Der Total-Ersatz ist langfristig betrachtet die wirtschaftlichste Lösung. Es ist mit Investitionskosten von 280 000 Franken und mit Gesamtkosten für die nächsten 20 Jahre von 640 000 Franken zu rechnen.

Auch spart man dadurch 65 Prozent an Energie ein, was pro Jahr 14 000 Franken an Stromkosten ausmacht. Nach fünf Jahren ist jeweils eine Reinigung der Lampen fällig und man rechnet mit einer Lebensdauer von etwa 15 Jahren oder mehr.

Die Gemeindeversammlung bewilligte den Kredit von 280 000 Franken einstimmig und ohne Einwände.

Die Strasse Haulenstutz wird für 650 000 Franken ausgebaut

«Die Strasse ‹Haulenstutz› ist in einem sehr schlechten Zustand, ebenso die Wasser- und Abwasser-Leitungen, auch ist keine Strassenbeleuchtung vorhanden», berichtete Adrian Schaad.

Nun soll die Strasse vollumfänglich neu ausgebaut werden, auch mit einem neuen Koffer und zwar bis zu 5 Metern breit (bis zur Abzweigung Breitackerstrasse) und im oberen Teil bis zu 3.50 Meter breit.

Die Wasserleitung aus dem Jahre 1957 wird ersetzt und bei der Sauber- und Schmutzabwasserleitung erfolgt eine Sanierung, allenfalls auch ein Ersatz. Auch wird eine Strassenbeleuchtung erstellt.

Die Kosten betragen für den Strassenbau mit Beleuchtung 395 000 Franken, für den Ersatz der Wasserleitung 120 000 Franken und für die Sanierung der Kanalisation 135 000 Franken, was Bruttokosten von 650 000 Franken ergibt.

An Perimeter – Beiträgen an den Strassenbau werden 250 000 Franken erwartet und der Beitrag der Gebäudeversicherung an die Wasserleitung beträgt 22 000 Franken. Somit verbleiben Nettokosten von 373 000 Franken.

Die Anwohner wurden zu einem Informationsabend eingeladen und über die Perimeter – Beiträge informiert. Die Gemeindeversammlung bewilligte den Kredit von 650 000 Franken einstimmig und ohne Einwände.

Für die Wasserversorgung wird ein Leckortungs-System angeschafft

Pro Jahr gibt es in Laupersdorf 30 bis 40 Wasserleitungsbrüche und manchmal findet man das Leck nicht sofort. Dies hat jeweils einen Wasserverlust zur Folge. Würde man Lecks rechtzeitig erkennen, so könnte man grössere Folgeschäden verhindern.

Das Wasserleitungsnetz in Laupersdorf hat eine Länge von insgesamt 37 Kilometern, davon sind 19 Kilometer öffentliche und 18 Kilometer private Leitungen. Mit einem Leckortungs-System sind Lecks rasch erkennbar und können auch geortet werden.

Die Gemeindeversammlung bewilligte einstimmig einen Kredit von 85 000 Franken für die Anschaffung eines Leckortungs-Systems.

Einstimmig genehmigte die Gemeindeversammlung auch die Aufnahme der Einwohnergemeinde Welschenrohr in den Zweckverband ARA Falkenstein.

Budget 2016: Ertragsüberschuss von 18 388 Franken

Gemeindeverwalter Stefan Schaad stellte das Budget 2016 vor. Dieses sieht bei einem Aufwand von 7,652 Mio. Franken einen Ertragsüberschuss von 18 388 Franken vor. Netto sollen[RS1] 666 900 Franken investiert werden.

Bei gleichem Steuerfuss von 129 Prozent für natürliche Personen und 105 Prozent für juristische Personen sind Steuereinnahmen von 3,974 Mio. Franken budgetiert. Als Beitrag vom Finanz- und Lastenausgleich sind 1,881 Mio. Franken angekündigt. Die Versammlung genehmigte das Budget 2016 einstimmig.

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