Balsthal
Die Hallenbadfrage bleibt weiterhin unklar

Am Info-Gipfel(i) für die Balsthaler Bevölkerung in der Haulismatthalle stand das Thema «Hallenbad: wie weiter?» zur Diskussion. Entschieden ist noch nichts.

Peter Wetzel
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Wie geht es weiter mit dem Hallenbad Falkenstein?

Wie geht es weiter mit dem Hallenbad Falkenstein?

Alois Winiger

Gemeinderat Fabian Müller erläuterte den etwa 80 zum Info-Anlass am Samstagmorgen erschienenen Personen das bisherige Vorgehen für die geplante Sanierung des Hallenbades und zur aktuellen Situation.

Die letzte Budgetgemeindeversammlung hatte beschlossen, das von einer speziellen Arbeitsgruppe vorgeschlagene, und vom Gemeinderat abgesegnete Szenario «Sanierung und Attraktivierung» weiter zu verfolgen.

Die Kosten dafür wurden mit 1, 7 Mio. Franken beziffert. Bekanntlich stellte sich im Nachhinein heraus, dass die Kosten für eine reine Werterhaltung, das heisst ohne Attraktivierung, bis zu sechs Mio. Franken betragen würden. Dies hatten die Berechnungen einer Schwimmbadbau-Firma bei der Erarbeitung eines Vor-Projektes aufgezeigt.

Enttäuschung und Forderung

Die Spezialkommission sei schockiert gewesen über dieses Ergebnis. Vor allem über die Differenz zu den von einer ebenfalls spezialisierten Firma eingeholten Berechnungen.

Dazu wolle nun die Spezialkommission weitere Abklärungen machen, wurde informiert. Wenn diese vorliegen, wird im Gemeinderat eine weitere Diskussion über die Zukunft des Hallenbades notwendig.

Die Gemeindeversammlung dürfte dann noch einmal über die besondere Situation befinden können. Ein Votant bemängelte, dass sich die Spezialkommission nur mit einer Offerte begnügt habe.

Ein anderer war vom Vorgehen ebenfalls enttäuscht und forderte, das Thema «Hallenbad» auf Ende Saison zu beenden und eine diesbezügliche Zusammenarbeit mit andern Gemeinden zu prüfen.

Projekt «Ortsbus» weiterführen

Pierino Menna, Ressortleiter Planung, orientierte über die Einführung eines Ortsbusses. Mit einem solchen sollen die Ortsteile Ziegelhütte, Hofmatt/Oberfeld, Dorfzentrum/Altersheim, Hinterrain/Hallenbad und Sportzentrum Moos erschlossen werden.

Der Gemeinderat habe sich im September erneut mit diesem Projekt befasst und beschlossen, dieses weiterhin zu verfolgen. Einzig von der Post liege eine Offerte vor. Nun sollen noch mit der OeBB, welche ebenfalls Interesse am Projekt bekundet habe, Gespräche stattfinden.

Gemeindepräsident Roland Stampfli informierte über die Gefahrenkarten von Balsthal und die damit zusammenhängenden Massnahmen. Im Vordergrund stünden vor allem Steinschlag- und Erdrutschgefahren.

Vor allem im Gebiet Klus, an der St. Wolfgangstrasse und am Oberbergweg seien dringende Massnahmen nötig. In die Investitionsrechnung 2016 seien 600 000 Franken dafür aufgenommen worden, an Subventionen seien rund 80 Prozent zu erwarten.

Enzo Cessotto, Ressortleiter Werke/Tiefbau, berichtete über die Sanierung der Palmenquelle an der Oberbergstrasse und die Vollendung des nördlichen Teils der Goldgasse. Es fehle nur noch der Deckbelag. Das Verlegen der Rohre für die Fernheizung habe sich als sehr aufwendig und zeitraubend herausgestellt.

Es brennt und keiner kommt

«Stell dir vor, es brennt und niemand kommt!» So begann Urs Meier, Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Balsthal, sein Referat über die Feuerwehr. Er informierte über die Dienstpflicht, die Organisation, die Kosten, die Kernaufgaben und Hilfeleistungen einer Feuerwehr.

Das Gemeindebudget werde von der Feuerwehr mit 167 000 Franken belastet, was rund 28 Franken pro Einwohner ausmache. Die Balsthaler Feuerwehr sei gut aufgestellt. Die Ausbildungszeit nehme zu und die Rekrutierung neuer Feuerwehrleute werde auch in diesem Zusammenhang zunehmend ein Problem.

Unter «Verschiedenes» stellte ein Teilnehmer fest, dass bezüglich der Seniorenfahrt seitens der Gemeinde ein Informationsmangel bestehe.

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