Im letzten Jahrzehnt wurde im Gemeinderat Laupersdorf regelmässig vor den Wahlen das Thema «Ressortsystem im Gemeinderat – ja oder nein?» diskutiert, auch jetzt wieder.

Aufgegriffen haben das Thema die Gemeinderäte Dieter Bruttel und Beat Künzli. Bisher und da änderte sich nichts, plädierten die FDP- und SVP – Gemeinderäte für die Einführung des Ressortsystems und die CVP-Gemeinderäte waren eher dagegen.

Derzeit arbeitet der Laupersdörfer Gemeinderat mit dem Referenten-System. Entweder unterbreitet der Gemeindepräsident Edgar Kupper die Geschäfte dem Gemeinderat oder die Vorsitzenden von Ausschüssen und Kommissionspräsidenten, die jeweils zu den Sitzungen eingeladen werden.

Das Ressortsystem würde ein Gemeinderatsmandat aufwerten und ein einzelnes Mitglied hätte im Rat mehr Einfluss, andererseits wäre dies mit einem zeitintensiven Mehraufwand verbunden und es würde auch etwas kosten, wurde im Gemeinderat moniert.

Auf Antrag von Beat Künzli beschloss der Gemeinderat mit 6 gegen 2 Stimmen einen Ausschuss einzusetzen, der sich mit all den Fragen rund um das Ressortsystem befassen soll. Diesem Ausschuss gehören der Gemeindepräsident, der Gemeindeschreiber (Protokoll) und die Fraktionsvorsitzenden der drei Ortsparteien an.

Arbeiten für die Abwasserleitung Haulenstutz vergeben

Einstimmig vergab der Gemeinderat die Arbeiten für die Instandstellung der Abwasserleitung beim Ausbau Haulenstutz. Die Gemeindeversammlung hat am 14. Dezember 2015 für den Ausbau des Haulenstutz inklusive Strassenbeleuchtung sowie Wasser- und Abwasserleitung einen Kredit von 650 000 Franken genehmigt.

Die Strassenausbau-Arbeiten sind derzeit im Gange. Für die Instandstellung der Abwasserleitung hat die Werkkommission (Präsident Adrian Schaad) im Freihändigen Verfahren drei Offerten eingeholt. Die Arbeiten wurden nun vom Gemeinderat im Betrag von 46 637 Franken (kostengünstigstes Angebot) an die ISS Kanal Services AG, Boswil, vergeben.

Die Rechnungs-Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2016 bewilligte den Ausbau Heglerenstrasse Ost mit Gesamtkosten von 211 000 Franken. Die Ingenieurarbeiten wurden vom Gemeinderat auf Antrag der Werkkommission zum Preis von pauschal 23 220 Franken an Frey + Gnehm Ingenieure AG, Olten, vergeben.

Adrian Schaad informierte den Gemeinderat, dass die Umrüstung der Strassenbeleuchtung auf LED-Leuchten abgeschlossen ist. Die Arbeiten wurden während der Sommermonate ausgeführt.

Leckortungs-System für die Wasserversorgung wird gemietet statt gekauft

Die Budget-Gemeindeversammlung von 14. Dezember 2015 genehmigte einen Kredit von 85 000 Franken für die Anschaffung eines Leckortungs - Systems für die Wasserversorgung. Bei einem solchen System rechnet man mit einer Betriebsdauer von 10 bis 12 Jahren.

Die Werkkommission hat verschiedene Offerten bezüglich Kauf oder Miete geprüft und miteinander verglichen. Aus der vertieften Beurteilung und Analyse kam die Werkkommission zum Fazit, das Leckortungs - System nicht zu kaufen, sondern zu mieten.

Der Gemeinderat beschloss nun, ein vollautomatisiertes, korrelierendes Lecküberwachungs- und Ortungssystem zum Preis von jährlich 10 692 Franken auf eine Dauer von zehn Jahren zu mieten. Anschliessend würde die Anlage in den Besitz der Einwohnergemeinde übergehen.

Die jährlichen Mietkosten werden der Erfolgsrechnung belastet. Der Investitionskredit von 85 000 Franken wird daher aufgehoben.