6,4 Mio. Franken mehr Hypothekar-Forderungen, Zunahme bei den Kundengeldern um 7 Mio. Franken, ein Jahresgewinn von 503 568 Franken und aktuell 3836 Genossenschafts-Mitglieder: Dies weist die Raiffeisenbank Balsthal-Laupersdorf (mit Aedermannsdorf) für das Jahr 2012 vor. Das 100-Jahr-Jubiläum wird mit einer Gala am 21. September gefeiert.

Zur 100. Generalversammlung der grössten Raiffeisenbank im Bezirk Thal im Hotel Balsthal konnte Verwaltungsratspräsident Heinz Aebi (Balsthal) 245 stimmberechtigte Mitglieder begrüssen. «Das Jahr 2012 war geprägt von negativen Meldungen über global tätige Banken, Schuldenkrisen in verschiedenen europäischen Ländern und dem Syrien-Konflikt», bemerkte Aebi. Trotzdem sei es der Raiffeisengruppe gelungen, auf Erfolgskurs zu bleiben. Dieses Jahr feiert die Raiffeisenbank Balsthal-Laupersdorf das 100-Jahr-Jubiläum. Im August wird eine Festschrift erscheinen, verfasst von Ehrenpräsident Willy Zwahlen (Balsthal).

Kreditgesuche auch abgelehnt

Franz Koch, Vorsitzender der Geschäftsleitung, sprach von einem enormen Druck an den Finanzmärkten, von nach wie vor extrem tiefen Zinsen mit folglich tiefen Margen und von einem harschen Kampf um Geschäfte. Allerdings: «Mit den verschärften Vorschriften konnten wir gar den Eigenmitteldeckungsgrad von 182 auf 186 Prozent steigern.»

Im Geschäftsjahr 2012 konnte die Raiffeisenbank Balsthal-Laupersdorf 222 neue Genossenschaftsmitglieder aufnehmen und zählt neu deren 3836. Die Bilanz konnte von 295 Mio. Franken auf 301 Mio. Franken gesteigert werden (plus 2,1 %). Die Kunden-Ausleihungen betragen 265,5 Mio. Franken, dabei sind die Hypothekarforderungen um rund 6,4 Mio. Franken auf 245,1 Mio. Franken angestiegen. «Wir hätten sicherlich noch mehr Wachstum generieren können, mussten aber einige Kreditgesuche ablehnen», bemerkte Franz Koch. Die Kundengelder nahmen um 7 Mio. auf total 265 Mio. Franken zu. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft beträgt mit 3,8 Mio. Franken praktisch gleich viel wie im Vorjahr, dies bei einer Zinsmarge von 1,27 %. Der Betriebsertrag blieb nicht ganz auf dem Vorjahresniveau und steht mit 4,252 Mio. Franken zu Buche (Vorjahr 4,26 Mio.). Die Erträge aus dem Kommissions-, Dienstleistungs- und Handelsgeschäft sind marginal tiefer ausgefallen. Der Personalaufwand betrug 1,653 Mio. Franken (Vorjahr 1,667 Mio.). Der Sachaufwand konnte mit Massnahmen wie Schliessung in Aedermannsdorf und Reduktion der Öffnungszeiten in Laupersdorf und weiteren Massnahmen um rund 265 000 Franken markant gesenkt werden auf 1,2 Mio. Franken.

6 Prozent Zins für Anteilscheine

An Steuern bezahlte die Bank 146 000 Franken (Vorjahr 125 745). Der Jahresgewinn für 2012 beträgt 503 568 Franken (plus 4 Prozent) und die Anteilscheine werden mit 6 Prozent verzinst. Gegenwärtig beschäftigt die Raiffeisenbank Balsthal-Laupersdorf 18 Personen. Mit Sponsoring, Bar- und Sachspenden unterstützt die Bank das gesellschaftliche Leben im Geschäftsraum. Als Revisionsstelle wurde für die Geschäftsjahre 2013 bis 2015 PricewaterhouseCoopers AG gewählt.