Im Zusammenhang mit der im Jahr 1989 durchgeführten Innenrenovation des christkatholischen Pfarrhauses in Starrkirch-Wil hatte die Einwohnergemeinde Starrkirch-Wil der christkatholische Kirchgemeinde damals einen Beitrag von 100 000 Franken zukommen lassen, 50 000 Franken à fonds perdu und 50 000 Franken in Form eines zinslosen Darlehens, das am 31. Dezember 2014 abläuft respektive dahinfällt. Gleichzeitig hatte die Einwohnergemeinde Starrkirch-Wil an dieser Liegenschaft bis zum 31. Dezember 2014 ein unlimitiertes Vorkaufsrecht erhalten, welches auch im Grundbuch eingetragen wurde und das nur beim ersten Verkaufsfall geltend gemacht werden kann. Die christkatholische Kirchgemeinde Region Olten fasst die Christkatholiken von 31 Einwohnergemeinden im mittleren und östlichen Teil des Kantons Solothurn zusammen. Sie ist im Besitz von verschiedenen Liegenschaften, insbesondere von vier Kirchen und vier Kirchgemeinde- respektive Pfarrhäusern. Dazu gehören insbesondere auch die Kirche St. Peter und Paul sowie das Kirchgemeindesäli und das Pfarrhaus an der Bumelochstrasse in Starrkirch-Wil.

Nutzungen überprüfen

Zurzeit befasst sich die Kirchgemeinde mit der Überprüfung der Nutzung ihrer Liegenschaften. Seit dem Wegzug von Pfarrer Klaus Heinrich Neuhoff Mitte letzten Jahres ist das Pfarrhaus in Starrkirch-Wil unbewohnt. Die christkatholische Kirchgemeinde Region Olten hat deshalb die Gemeinde Starrkirch-Wil offiziell angefragt, ob sie allenfalls Interesse am Erwerb des Pfarrhauses hätte. Vorgängig zur Behandlung dieses Geschäftes hat der Gemeinderat in corpore eine Besichtigung des Pfarrhauses vorgenommen und konnte sich ein Bild über den Zustand und die Verhältnisse in diesem denkmalgeschützten Gebäude machen.

Im anschliessenden Beschluss ist der Gemeinderat zum Entscheid gekommen, die Anfrage der christkatholischen Kirchgemeinde Region Olten bezüglich eines allfälligen Erwerbes des Pfarrhauses Starrkirch-Wil abschlägig zu beantworten. Massgebend für diesen Entscheid waren einerseits finanzielle Gründe, andererseits konnte auch kein konkreter Verwendungszweck, respektive Raumbedarf für dieses Gebäude definiert werden. Der Gemeinderat möchte aber über die weiteren Absichten der Kirchgemeinde bezüglich der Verwendung der Liegenschaft informiert werden.