Den definitiven Entscheid muss aber die Gemeindeversammlung fällen. Wie Gemeindeschreiber Paul Jäggi bestätigt, wird der Rat an der Budgetgemeindeversammlung vom 10. Dezember einen entsprechenden Antrag stellen. Über den Verkaufspreis machte Jäggi keine Angaben. Im vergangenen Januar war von einem Verkehrswert von 380 000 Franken die Rede, dies obwohl sich das 1930 erbaute Einfamilienhaus in schlechtem Zustand befinde, jedoch sei die Lage der 598 Quadratmeter grossen Parzelle an der Aare privilegiert. Handle es sich doch um das letzte Grundstück an der Aare auf Gemeindegebiet von Wolfwil, das noch zu haben ist.

Ein anderer sollte erben

Nach dem Willen des im März 2014 verstorbenen Liegenschaftsbesitzers Urs Eckinger war ursprünglich der Orden Dominikaner Provinz Zürich als Alleinerbe eingesetzt. Doch der Orden schlug das Erbe aus und die Gemeinde Wolfwil kam zum Zug. Der Gemeinderat sagte jedoch nicht sofort Ja dazu, sondern ersuchte bei der Amtsschreiberei um eine Fristerstreckung, um vertiefte Abklärungen zu machen. So etwa, ob noch weitere Verbindlichkeiten bestünden neben einer Hypothek von rund 200 000 Franken. Eine extra eingesetzte Arbeitgruppe kam zum Schluss, dass es für die Gemeinde sinnvoll sei, das Erbe anzutreten und die Liegenschaft dann möglichst innerhalb eines Jahres zu verkaufen.

Asylunterkunft erneuern

Ebenfalls an der kommenden Gemeindeversammlung will der Gemeinderat einen Antrag bezüglich Asylunterkunft im Gerstenacker vorlegen. Der Zustand ist schlecht. Die Arbeitsgruppe Asyl hat dem Gemeinderat vorgeschlagen, das Gebäude rückzubauen und an derselben Stelle ein neues in einfacher Bauweise erstellen zu lassen. Der Rat nahm den Antrag an und hiess einen Projektkredit gut. Die Arbeitsgruppe wird nun einen konkreten Vorschlag erarbeiten und diesen dem Rat vorbringen, quasi als Vorlage für die Gemeindeversammlung im Dezember. (wak)