Matzendorf
Die Gemeinde senkt den Steuerfuss um 5 Prozent — Budget 2021 rechnet mit einem Plus

Entgegen dem Antrag des Gemeinderates senkt die Thaler Gemeinde den Steuerfuss um 5 Prozent auf 130 Prozent.

Sara Liechti
Drucken
Teilen
Die Gemeinde Matzendorf senkt den Steuerfuss von 135 auf 130 Prozent. (Symbolbild)

Die Gemeinde Matzendorf senkt den Steuerfuss von 135 auf 130 Prozent. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Budget 2021 Matzendorf senkt den Steuerfuss um 5 Prozent und widersetzt sich dem Antrag des Gemeinderates, ihn auf 135 Prozent zu belassen. Der Gemeinderat begründete seinen Antrag mit den grösseren Investitionen im Bereich der öffentlichen Bauten. Zudem können mögliche Auswirkungen der Coronapandemie sich merklich zu Buche schlagen.

Der Gemeinderat habe sich intensiv zu diesem Thema beraten: Eine Steuer­senkung wäre zwar wünschenswert, doch die Sicherheit gehe vor und aktuell sei sie nicht gegeben. Der Antrag wurde jedoch mit einem neuen Antrag aus der Versammlung, den Steuerfuss um 5 Prozent zu senken, in Frage gestellt. Die anwesenden 44 Stimmbürger nahmen ihn an.

«Handlungsspielraum vergeben»

Die Enttäuschung war dem Gemeindepräsidenten anzusehen. Für ihn sei die Steuersenkung zu früh gekommen. Er habe grosse Befürchtungen um die Gemeindefinanzen. Eine allfällig notwendige Steuererhöhung bei der Bevölkerung durchzubringen, sei erfahrungsgemäss schwieriger, als «Ja» zur Senkung zu sagen. «Mit diesem Entscheid haben wir uns Handlungsspielraum vergeben. Jetzt müssen wir nochmals über die Finanzen», so Allemann.

Das Budget 2021 sieht Ertragsüberschuss vor

Weiter informierte die Finanzverwalterin Cordelia Meister, dass für das Jahr 2021 kein Teuerungsausgleich auf Löhne und Gehälter entrichtet wird. Auch die Gebühren sollen keine Änderung erfahren. Das Budget 2021 sieht einen Ertragsüberschuss von 101'427 Franken vor. Wobei in diesem Ertragsüberschuss die Abschreibung der Neubewertungsreserven von 77'997 Franken enthalten ist. Die Gemeindeversammlung genehmigte das Budget einstimmig. Auch die Nettoinvestitionen in der Höhe von 852'800 Franken wurden einstimmig genehmigt.

Des Weiteren genehmigte die Gemeindeversammlung alle zwölf traktandierten Kredite in der Gesamthöhe von 961'800 Franken. Beim Traktandum zur Anpassung der Wasser- und Abwassergebühren stellte der Gemeindepräsident den Antrag auf «Nichteintreten», da weitere Erkenntnisse ergeben hätten, dass das Geschäft nochmals überarbeitet werden muss. Nicht von der Hand zu weisen sei jedoch, dass in Zukunft rund eine Million Franken in Wasserleitungen investiert werden muss. Der Antrag auf «Nicht­eintreten» wurde angenommen.