Spitex Thal

«Die Fusion ist sogar besser verlaufen, als wir uns das erhofft haben»

Sie bilden das Kader von Spitex Thal (von links): Karin Saner, Verena Gerber, Cornelia Woodtli, Irene Welte, Esther Heer, M. Isabel Zimmermann (Geschäftsführerin), Renate Stuber.

Sie bilden das Kader von Spitex Thal (von links): Karin Saner, Verena Gerber, Cornelia Woodtli, Irene Welte, Esther Heer, M. Isabel Zimmermann (Geschäftsführerin), Renate Stuber.

Aus den Spitex-Organisationen in Balsthal, Laupersdorf, Mümliswil-Ramiswil und Welschenrohr ist vor gut einem Jahr die Spitex Thal hervorgegangen. Inzwischen sind die vier Spitexorganisationen zu einer einzigen verschmolzen und funktioniert bestens.

Seit etwas mehr als einem Jahr sind die vier bisherigen öffentlichen Spitexorganisationen des Bezirks Thal zu einer einzigen Organisation zusammengefasst mit Stützpunkten in Balsthal, Laupersdorf, Mümliswil-Ramiswil und Welschenrohr.

Die Verantwortlichen hatten sich zwei Ziele gesetzt. Zum einen sollen die Kundinnen und Kunden von der Umstrukturierung nichts merken, indem sie weiterhin qualitativ einwandfrei und zuverlässig bedient werden. Zum andern soll Kostenwahrheit geschaffen werden. Beide Ziele wurden erreicht, bei den Finanzen gabs allerdings Nebengeräusche.

Keine einzige Kundenreklamation

Über 30 000 Einsatzstunden sind im Jahr 2013 geleistet und 410 Kundinnen und Kunden betreut worden, wie von M. Isabel Zimmermann, Geschäftsführerin Spitex Thal seit Anfang 2013, und Renate Allemann-Müller, Präsidentin des Vereins Spitex Thal, zu erfahren ist.

«Natürlich bedeutete es für die betreuten Personen eine gewisse Umstellung», fügt Isabel Zimmermann an. «Wir gehen aber davon aus, dass alle zufrieden sind. Es ist keine einzige Kundenreklamation eingegangen.»

Kritik wegen Liquiditätsproblemen

Geschäftsleitung und Vereinsvorstand wurden jedoch mit kritischen Fragen von den Gemeinden konfrontiert, weil sie Nachtragskredite sprechen mussten. Spitex Thal hätte sonst Liquiditätsprobleme bekommen.

«Dieses Jahr wird es keine solchen Überraschungen mehr geben», versichert Isabel Zimmermann. Denn jetzt herrschten klare Verhältnisse, was bei der Budgetierung noch nicht der Fall gewesen sei.

«Ein zentraler Punkt war, in allen Belangen Kostenwahrheit zu schaffen.» Zum Beispiel habe man bei den früheren Organisationen finanzielle Schwankungen, verursacht etwa durch Verwaltungskosten, mit dem Vereinsvermögen ausgeglichen.

«Dass die Gemeinderäte nicht erfreut waren wegen den Nachzahlungen, verstehen wir absolut. Wir haben deshalb intensive Gespräche geführt, Zahlen auf den Tisch gelegt und belegt, dass wir nicht einfach Geld ausgeben.

Auch haben wir erläutert, was die gestiegenen Anforderungen und gesetzlichen Auflagen zur Folge haben», erklärt Isabel Zimmermann. Das habe gewirkt. «Gemeindepräsidenten und Gemeinderäte stehen voll hinter Spitex Thal, darüber sind wir sehr froh. Wir sind überzeugt, dass unsere Organisation den künftigen Versorgungsauftrag noch besser erfüllen wird.»

Unterschiedliche Kulturen

Ein richtiger Aufsteller sei, wie das Zusammenführen der vier Spitexorganisationen zu einer einzigen verlaufen ist, «sogar besser als erhofft», betonen Isabel Zimmermann und Renate Allemann einhellig.

Alles andere als selbstverständlich sei, dass es wegen der Umstellung zu keinen Personalabgängen gekommen ist, denn da herrschten zum Teil recht unterschiedliche Arbeitskulturen.

«Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen, die mit mir zusammen den Weg auf sich genommen haben und trotz Umwegen und Stolpersteinen diese Veränderung als Chance erkennen», sagt Isabel Zimmermann. Konstruktiv und speditiv sei ferner die Zusammenarbeit mit dem Vereinsvorstand, der für die strategischen Belange zuständig ist. «Wir haben alles in allem ein Klima schaffen können, das sehr tragfähig ist und auch empfänglich für Neues.»

Angebot weiter ausbauen

Aktuell zählt Spitex Thal 81 Mitarbeitende, gesucht wird vor allem diplomiertes Pflegepersonal. Man will das Dienstleistungsangebot ausbauen und ist offen für Zusammenarbeit mit anderen Institutionen.

So bei psychiatrischer und psychogeriatrischer Betreuung sowie in Grundausbildung und Weiterbildung. Spitex Thal soll zudem mithelfen Modellvarianten zu entwickeln, wie der Mahlzeitendienst flächendeckend fürs Thal organisiert werden kann.

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