Egerkingen
Die Feuerwehr zum Anfassen

Mit fünf Arbeitsplätzen wurden den Besuchern an der Hauptübung verschiedene Feuerwehrtätigkeiten präsentiert. Dabei durfte vielerorts selbst Hand angelegt werden.

Daniel Kaspar
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Von links: Hauptmann Daniel Graf, Korporal Tobias Ambühl, Korporal Alexander Troch, Korporal Volkan Oezbek, Korporal Pirmin Schafer, Gefreiter Christian Manduca, Gefreiter Mike Mollet, Gefreiter Christoph Reist. Es fehlt: Gefreiter Daniel von Rohr.

Von links: Hauptmann Daniel Graf, Korporal Tobias Ambühl, Korporal Alexander Troch, Korporal Volkan Oezbek, Korporal Pirmin Schafer, Gefreiter Christian Manduca, Gefreiter Mike Mollet, Gefreiter Christoph Reist. Es fehlt: Gefreiter Daniel von Rohr.

Daniel Kaspar

Rund ums Areal des Schulhauses Mühlematt und des Feuerwehrmagazins waren fünf Arbeitsplätze eingerichtet. Beim Posten Atemschutz durften die Besucher unter anderem eine Wärmebildkamera in die Hände nehmen und sehen, was sie auf dem Display erkennen können.

Selber mit der Löschdecke oder dem Feuerlöscher ein Feuer löschen, dies war beim Posten Kleinlöschgeräte möglich. Der Posten Defi/CPR vermittelte den Gästen wie wichtig die schnelle Alarmierung bei einem Herznotfall ist. An drei Puppen durften die Besucher Herzmassagen üben.

Der Posten vier trug den Titel MS mit verschiedenen Strahlrohren. MS ist die Abkürzung für eine Motorspritze. Eine solche wird unter anderem für längere Wassertransporte oder dem Ansaugen von Wasser benötigt.

Das Ansaugen wurde mithilfe des Schwimmbeckens der Egerkinger Badi demonstriert. Auf dem Feld hinter dem Feuerwehrmagazin durften die Gäste unter Anleitung und Hilfe der Feuerwehrleute selber ein Hohlstrahlrohr in die Hände nehmen und Wasser abgeben. Der Posten fünf stand im Zeichen einer Demonstration des verschiedenen Materials und Fahrzeugen.

Nachdem die Besucher an jedem Arbeitsplatz vorbeigeschaut haben, wurden sie im Magazin zu einem Apéro eingeladen. Im Gemeindesaal fand danach der Rückblick auf das vergangene Jahr statt.

Weniger Einsätze im letzten Jahr

Im vergangenen Feuerwehrjahr musste die Feuerwehr 36-mal ausrücken. Einsatzstunden sind 435 zu verbuchen. Im Jahr zuvor wurden 50 Einsätze und 699 Einsatzstunden registriert. Übungen fanden 49 statt.

16 Personen weisen 90 Prozent und mehr Übungsbesuch auf. Drei davon sogar 100 Prozent. Fünf Personen durften neu in die Feuerwehr eingeteilt werden. Demgegenüber stehen zehn Austritte. Aktuell verfügt Egerkingen über 44 Angehörige der Feuerwehr.

Vom Soldaten zum Gefreiten wurden Mike Mollet, Christian Manduca, Christoph Reist und Daniel von Rohr befördert. Nach dem erfolgreichen Absolvieren des Gruppenführerkurses tragen die Gefreiten Pirmin Schafer, Volkan Oezbek und Tobias Ambühl neu das Abzeichen des Korporals.

Daniel Graf dankte ihnen und betonte, dass es heute nicht mehr selbstverständlich sei, dass sich junge, motivierte Kameraden für die öffentliche Sicherheit einsetzen. Ein absoluter Glücksfall für die Feuerwehr Egerkingen ist Alexander Troch.

Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht und die Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann absolviert. Eigentlich müsste er in Egerkingen keinen Feuerwehrdienst leisten. Er hat sich aber bereit erklärt, in der Dorffeuerwehr mitzuhelfen. Hauptmann Daniel Graf beförderte ihn daher vom Soldaten direkt zum Korporal und somit in die Funktion eines Gruppenführers.

Aus der Feuerwehr ausgetreten sind: Roman Jenni, Jeremias Koch, Robin Staub, Lukas Kocher, Dany Böttinger, Fetim Kastrati, Stefanie von Rohr, Janine Rauber und Cederic Baumann (verstorben).

Die Feuerwehr in Egerkingen ebenfalls verlassen wird der Gruppenführer Ueli Aregger. Er wird aber in Fulenbach weiterhin aktiv Dienst leisten. Als Vertretung der Einwohnergemeinde Egerkingen überbrachte Stephan von Arx die besten Grüsse.

Als Delegierter des Bezirksfeuerwehrverbands-Gäu war Michael Studer, Kommandant in Härkingen, anwesend. Er stellte fest, dass Feuerwehr zum Anfassen nicht nur ein Motto war, sondern auch sehr gut demonstriert wurde.

Er ist überzeugt, dass beim einen oder anderen Kind bereits jetzt das Feuer für den aktiven respektive Jugendfeuerwehrdienst geweckt wurde. Archivverwalter Urs Rudolf von Rohr erzählte von einem Brand aus dem Jahre 1896, als in Egerkingen mehrere Familien ihr Hab und Gut durch den Raub der Flammen verloren haben. Zum Schluss überbrachte auch der Präsident der Löscheimerzunft, Alex Saner, noch die besten Grüsse.