Die Regionalfeuerwehr Unterer Hauenstein (RFUH) lud am Samstagnachmittag die Bevölkerung von Trimbach und Hauenstein-Ifenthal zur Jahreshauptübung ein. Beim Feuerwehrmagazin Trimbach wurden die Aktivitäten der Feuerwehr an sechs Posten vorgestellt.

Löschen und Schadendienst

An Posten 1 wurden von der Löschdecke über die Motorspritze bis hin zum Wasserwerfer und zum Tanklöschfahrzeug die Mittel der RFUH gezeigt und erklärt. Den Gästen wurde die praktische Anwendung der Löschdecke bei einem Pfannenbrand und als Höhepunkt die Demo einer Fettexplosion beim Löschversuch mit Wasser gezeigt.

An Posten 2, dem Schadendienst, erfuhren die Anwesenden, wie die Feuerwehr von der Ölspur auf der Strasse bis hin zu den Einsatzmöglichkeiten der Ortsfeuerwehr bei einem Chemieereignis reagieren kann. Unter anderem wurde das Gelände abgesperrt und eine Dekontaminationsstelle eingerichtet.

CPR und Verkehrsgruppe

Beim Posten 3 erfuhren die Anwesenden die Vorgehensweise der Herznotfallgruppe und Wissenswertes über die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst des Spitals. Eine praktische Ausbildung mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung an der Puppe wurde gezeigt. Ferner wurde das ganze Herznotfallmaterial der RFUH sowie jenes eines Ambulanzwagens des Kantonspitals Olten mit den Spezialisten des Rettungsdienstes ausgestellt.

An Posten 4, der Verkehrsgruppe, wurden die Mittel und Aufgaben des Verkehrsdienstes präsentiert. Vom Einspur-Verkehr bis zur Umleitung wurden Anwendungsbeispiele gezeigt.

Atemschutz und Organisation

Schwerpunkt bei Posten 5 war der Atemschutz. Die Anwesenden erhielten Antworten auf folgende Fragen: Warum braucht es Atemschutz? Was bedeutet der Atemschutz für den Angehörigen der Feuerwehr? Es wurde auch das Ausrüstungsgewicht eines unter Atemschutz arbeitenden Feuerwehrangehörigen mit Hilfe eines gleich schweren Rucksackes, den jedermann mal tragen durfte, veranschaulicht.

An Posten 6 schliesslich wurde die Organisation der Feuerwehr vom Rekruten bis hin zum Kommandanten behandelt. Aufgezeigt wurden die Laufbahn, die Anforderungen, der Zeitbedarf sowie die Vor- und Nachteile des Milizsystems im schweizerischen Feuerwehr-Wesen.

Rückblick des Kommandanten

Anschliessend wurde ein Apéro serviert; es folgten der Rapport des Kommandanten und das Nachtessen. In seinem Rückblick hielt der Kommandant, Hptm Martin Wiesner, fest, «dass die RFUH im vergangenen Jahr dem Namen Feuerwehr mit 851 Einsatzstunden mehr als gerecht wurde». Drei Gebäudebrände verursachten total 757 Mannstunden Einsatz.

Es folgten ein Fahrzeugbrand mit 18 Mannstunden sowie ein Wald- und Flurbrand mit 16 Mannstunden. Ferner verursachten fünf Einsätze bei weiteren Brandbekämpfungen kleinerer 60 Mannstunden.
Besonders erwähnt wurde der Grossbrand auf dem Horn am 8. August, an welchem 34 Angehörige der RFUH total 690 Einsatzstunden leisteten.

Die restlichen 433 der total 1284 Einsatzstunden verteilten sich auf fünf Elementarereignisse, einen Schadendiensteinsatz, vier Pionierdiensteinsätze, fünf Alarme bei Brandmeldeanlagen, fünf Dienstleistungseinsätze und fünf Verkehrsdiensteinsätze.

Personelles

Für 20 und mehr Jahre Feuerwehrdienst geehrt wurden Oblt Peter Aeberhard (20 Jahre), Oblt Robert Baumgartner (20), Oblt Josef Bösse (22), Oblt Christoph Ramseier (20), Gfr Antonio Cappello (22) sowie Sam Pierre Zolli (20). «Erfreulicherweise gibt es keine Verabschiedung in diesem Jahr zu verzeichnen», so Wiesner.

Befördert aufgrund besuchter Kurse werden vom Rekruten zum Soldaten: Veprim Bajaramj, Jonas Hof, Gürkan Yidrim und Petrus Ün. Aufgrund abgeschlossener Basisausbildung wird Christian Gubler vom Soldaten zum Gefreiten befördert. Bereits im Juni wurde Wachmeister Raphael Renggli am Ende des bestandenen Offizierskurses durch die Solothurnische Gebäudeversicherung (SGV) zum Leutnant befördert.

Insgesamt 24 Angehörige der Feuerwehr (Adf), was der Hälfte der Mannschaft entspricht, bildeten sich im vergangenen Jahr aus oder weiter. Im Detail belegten elf Adf total 16.5 Einführungskurstage, fünf Adf total zwölf Grundkurstage, 15 Adf total elf Weiterbildungskurstage und vier Adf total 17.5 Kaderkurstage.