Balsthal

Die ersten Dressurtage boten Reitsport für Profis aber auch für Einsteiger

Einer der wenigen Herren am Start: Ueli Bärtschi aus Dürrenäsch mit Sir Sandor belegte den sechsten Rang in der Kategorie M26.

Der Dressurreiter hat zum Ziel, das Pferd mit möglichst unsichtbaren Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen dazu zu bringen, die gewünschten Lektionen auszuführen. Im Zentrum steht Harmonie und Eleganz.

Dressursport für Einsteiger wie Profis wurde an den ersten Dressurtagen in Balsthal geboten.

Pascale Walther aus Neuendorf ist Dressurrichterin und lancierte in der Vergangenheit bereits einige Dressuranlässe. Sie fand es schade, dass in Balsthal – wo eine optimale Infrastruktur vorhanden ist – keine derartigen Pferdesportevents durchgeführt werden. Und sie wollte «etwas tun für die jungen Reiterinnen, Reiter und die Pferde, damit diese auf verschiedenen Dressurplätzen Erfahrungen sammeln können». Da ihr Mann Martin Walther die Anlage in Balsthal schon lange kennt, war die Idee im Thaler Bezirkshauptort Dressurtage durchzuführen schnell geboren und sie knüpften alsbald Kontakte.

Der KRV Balsthal wie auch Heinz Mägli mit seinem Stall haben viel in die Infrastruktur investiert und ziehen junge, motivierte Leute nach. «Bereits nach einer Sitzung stand das Gerüst für die Dressurtage und die Zusammenarbeit ist vorzüglich», sagt Martin Walther. «Hier gibt es keine Probleme, sondern nur Lösungen.» Sie hätten es sehr geschätzt, dass sie nun ihre ersten Dressurprüfungen hier in Balsthal lancieren konnten. «Wir haben nicht gross die Werbetrommel gerührt, aber die Resonanz war dennoch recht gross», sagt Walther, der in seinem kleinen, aber gut funktionierenden OK auf die Dienste der erfahrenen Romina Zampino aus Kirchlindach zählen durfte, die selber aktive Dressurreiterin ist. In Balsthal übernahm Zampino das Rechnungsbüro und Sekretariat der Dressurtage.

Ideale Bedingungen

«Für das erste Mal sind wir zufrieden mit dem Nennergebnis», bilanzierte Walther. Die Organisatoren fanden ideale Bodenverhältnisse vor und die Teilnehmenden konnten in der Reithalle wie auch auf einem Aussenplatz warmreiten und ihren Pferden in aller Ruhe die Umgebung des Dressur-Vierecks zeigen, auf dem dann die offiziellen Prüfungen stattfanden. Zusammen mit seiner Frau Pascale Walther war Martin Walther dafür besorgt, für die Startenden möglichst ideale Bedingungen zu schaffen.

Die Dressur-Programme sind in unterschiedliche Schwierigkeitsstufen unterteilt und die einzelnen Aufgaben werden von Richtern mit Noten von 0 (nicht ausgeführt) bis 10 (ausgezeichnet) bewertet. Die GA-Prüfungen wurden bewusst auf den Sonntag geplant, während sich die Teilnehmer der drei L-Prüfungen den Samstag notieren konnten und am Freitag standen die hohen Prüfungen M24, M26 und ein St. Georg auf dem Programm.

Reiterin aus Olten auf dem Podest

Somit wurde in Balsthal sowohl Einsteigern wie auch Profis eine Startmöglichkeit geboten und es waren einige Kaderreiter, teils mit jungen Pferden mit von der Partie. «Der Dressursport hat sich entwickelt und heute werden eine gefühlvolle Reiterei und Losgelassenheit beim Pferd verlangt», sagte Martin Walther. Reiterinnen und Reiter aus der Umgebung, aber auch aus den umliegenden Kantonen ritten um die Siegerschleifen an den drei Dressurtagen. In der M24-Prüfung gab es kein Vorbeikommen an Simona Aeberhard aus Olten. Mit «Fadora» siegte sie souverän mit einem Total von 69.74 Prozent.

Im M26 musste sich die Oltner Reiterin mit dem zweiten Rang begnügen, da Anouk-Aimée Bass aus Zollikofen auf «Grimaldi T» den Sieg mit einem Total von 68.25 Prozent einheimste. Der Sieg in der höchsten Prüfung, dem St. Georg, ging an Ramona Schmid aus Meinisberg auf «Kelly Sue».

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