Am Dienstag lief die vom Verwaltungsgericht gewährte Verlängerung der Eingabefrist ab. Der Anwalt der Einsprecher, die gegen das geplante Verkehrsregime mit Zufahrt über die Fulenbacherstrasse und Wegfahrt über die Wolfwilerstrasse Einsprache machten, bestätigte auf Anfrage, dass diese nun endgültig beim Verwaltungsgericht hinterlegt wurde.

Da die Gemeinde Neuendorf nicht auf das Sistierungsbegehren der Einsprecher eingetreten ist, hat das Verwaltungsgericht verfügt, dass den Einsprechern bis zum 19. April die Möglichkeit eingeräumt wird, allfällige Ergänzungen zu den bereits in einer vorläufigen Beschwerde eingereichten Vorbehalte nachzureichen. «Wir hoffen, im Verlaufe des Verfahrens eine Lösung zu finden», sagt Arthur Häfliger, Anwalt der Einsprecher.

Dies ist auch im Interesse des Gemeinderates, welcher zwar die Sistierung ablehnte, aber klar signalisierte, dass ein klärendes Gespräch gesucht werden soll. «Wir hoffen darauf, dass wir in der Verfahrenszeit zu einer Einigung kommen. Das Ziel ist, dass in der Grube so rasch wie möglich wieder Kies abgebaut werden kann», sagt Rolf Kissling, Gemeindepräsident von Neuendorf. Er stellt aber auch klar, dass eine Einigung schwierig wird, wenn die Einsprecher gar keinen Verkehr über die Wolfwilerstrasse zulassen möchten. Hearings, an denen alle Parteien zusammen sitzen, sollen den Knoten lösen.

Etwas Zeit, um die Gespräche zu führen, bleibt aber allemal. So ist bis Mitte September ein weiterer Abbau nicht möglich, weil die Rodung für das neue Abbaugebiet nicht ausgeführt werden kann. Dies, weil bis dahin auf die Vogelbrut Rücksicht genommen wird, wie Werner Schwaller, zuständiger Kreisförster, bestätigt. Bis dahin darf der Lastwagenverkehr über die Fulenbacherstrasse fahren. Dieses Regime läuft so während der gesamten Dauer des Verfahrens vor Verwaltungsgericht, wie dieses verfügt hat. Das Verfahren sollte aber laut Thomas Schaad, Gerichtsschreiber beim Verwaltungsgericht bis September abgeschlossen sein. (phf)