Familienausflug
Die Dinosaurier haben Langenbruck zum Fressen gern

Warum nicht einmal Dinosaurier statt Kühe? Rund 50 Dinosaurier in Lebensgrösse gibt es gleich nach der Solothurner Grenze auf einer Wiese in Langenbruck zu bestaunen. Sie kamen per Lastwagen ins Baselbiet.

Daniel Aenishänslin
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Die Urviecher – wie dieser gefrässige Tyrannosaurus Rex – kommen aus Österreich. Sie haben sich in Langenbruck gut eingelebt.

Die Urviecher – wie dieser gefrässige Tyrannosaurus Rex – kommen aus Österreich. Sie haben sich in Langenbruck gut eingelebt.

Daniel Aenishänslin

Im Unterholz am Waldrand lauert ein Smilodon. Wäre der Säbelzahnkatze auch nur noch ein Hauch von Leben inne, der Schrecken fuhr einem durch Mark und Bein. Vor der Hügellandschaft Langenbrucks zeichnet sich die mächtige Silhouette eines Tyrannosaurus Rex ab. Aus dem Schlund eines solchen Dinosauriers winkt freudig ein Grossvater in eine Foto-Kamera.

Seit wenigen Tagen ist auf der Erika-Wiese in Langenbruck die «Dinoworld» geöffnet. Für drei Monate. Rund 50 lebensgrosse Saurier sowie Tiere aus den folgenden Zeitaltern sind zu sehen. Auch eine Neandertaler-Familie hat es in den Wald der Oberbaselbieter Bergwelt geschafft.

Wie Langenbrucks Gemeindepräsident Hector Herzig an der Eröffnung erklärte, hat seine Gemeinde auf die Anfrage der veranstaltenden Firma Wonderworld Entertainment aus Österreich schnell und unkompliziert reagiert. Dies sei auch dringend nötig gewesen. Innerhalb weniger Wochen sei die «Dinoworld» im Baselbiet zu Frühlingsbeginn realisiert worden.

Neben jedem – meist gigantischen – Ausstellungsobjekt steht das Infomaterial in Form einer Tafel bereit. Gutes Schuhwerk ist empfehlenswert, denn ist die Wiese feucht, besteht Rutschgefahr im Hang. Schön ist: In dieses Museum darf auch der Familienhund mit. Ein Bistro bietet den Gästen Schutz vor Regen und Sonne sowie natürlich Verpflegung. Benötigen die Kleinen ein wenig Abwechslung von der Urzeit, darf in einem grossen Sandkasten gebuddelt werden.

«Dinosaurier statt Kühe»

«Die Ausstellung ist sicher eine Bereicherung für Langenbruck», sagt Gemeinderat Walter Wenger. Er liess sich die Eröffnung genauso wenig entgehen wie seine Ratskolleginnen und -kollegen. «Kultur, Natur, Geschichte», das sei es, was seine Gemeinde zu bieten habe. Den Solarbob zum Beispiel, die Kneippanlage, Ski fahren im Winter, Klettern im Sommer. Da passe die «Dinoworld» bestens in Portfolio. «Wir haben keine Industriezone, mit der wir Langenbruck entwickeln könnten», fügte Gemeinderätin Marianne Jaton bei, «deshalb setzen wir ganz auf den Tourismus.» Carlo Paganin, auch Langenbrucker Gemeinderat bemerkte, «warum nicht einmal Dinosaurier statt Kühe?».

Wonderworld Entertainment ist mit ihrem Jurassic Park seit 22 Jahren unterwegs. Aus den ehemals 20 Modellen ist mehr als das Doppelte geworden. Die Dinosaurier waren schon in Florenz, auf der Krim, in Budapest und Berlin zu sehen. Auch in verschiedenen Schweizer Orten machten die Urviecher Station – in der Nordwestschweiz aber nur in Langenbruck.

Neun Sattelschlepper sind nötig, wenn die Ausstellung weiter reisen will. Inzwischen laufen mehrere Dinosaurier-Ausstellungen gleichzeitig. Diese seinen zwar nicht identisch, wie Ausstellungsleiter Andy Hiermann bestätigt, «die wichtigsten Stücke werden aber in jeder Ausstellung gezeigt».

Dinoworld in Langenbruck. Bis 28. Juni. Oberhalb Mehrzweckhalle und neben dem Hotel Erika. Täglich 9 bis 18 Uhr. Weitere Infos unter www.dinomania.ch – Stiefel werden bei nassem Wetter dringend empfohlen.

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