Die Oensinger Bürgerräte und Kommissionspräsidenten nutzten gemeinsam einen Workshop-Tag, um bevorstehende Aufgaben näher unter die Lupe zu nehmen und Visionen ins Auge zu fassen. Seit Bürgerpräsident Remo Liechti das Zepter in der Bürgergemeinde Oensingen übernommen hat, ist es der zweite Anlass dieser Art. Der komplette Bürgerrat mit Ersatzmitgliedern, sowie sämtliche Kommissions-Präsidenten von Forst, Roggenberg, RPK und Schlosswäldli (Seniorengruppe) machten mit. Im Workshop ging es darum, künftige Themen zu besprechen und diese nach Prioritäten zu ordnen.

Zuoberst auf der Prioritätenliste stehen das Naherholungsgebiet Roggen, eine neue Feuerstelle/Brunnen beim Hüttenrank (an der Roggenstrasse) und die Neugestaltung des Sitzungszimmers. Beim überarbeiteten Budget der Einwohnergemeinde sind der Bürgergemeinde markante finanzielle Kürzungen beim «Önziger» und bei der Seniorenreise ins Auge gefallen. Man ist diesbezüglich der Meinung, dass dermassen gravierende Einschnitte verhindert werden sollten. Deshalb wolle man kurzfristig mit der Einwohnergemeinde das Gespräch betreffend finanzieller Unterstützung aufnehmen.

Pendent sind Anpassungen in der Gemeindeordnung und im Einbürgerungsreglement. Auch die eigene Homepage braucht eine Überarbeitung. Auf der Pendenzenliste aufgeführt ist auch das Thema Archivierung. Viele und vor allem auch alte Unterlagen sind vorhanden und nehmen zu viel Platz in Anspruch. Eine Digitalisierung steht im Vordergrund.

Finanziell keine Probleme

Über zu erwartende Zahlen im Finanzhaushalt orientierte Verwalter Reto Bobst. Der Bürgergemeinde geht es finanziell gut. Nicht zuletzt sorgt das Kieswerk Aebisholz für eine finanziell gesicherte Ausgangslage. Das Energiezentrum darf diesbezüglich ebenfalls nicht übersehen werden und die demnächst erfolgende Inbetriebnahme der Inertstoffdeponie wird den Geldfluss in den nächsten Jahren zusätzlich unterstützen. Es ist nun Aufgabe der Bürgergemeinde, die erarbeiteten Geldmittel nachhaltig und gezielt einzusetzen.

Bürgergemeindepräsident Remo Liechti zeigte sich erfreut über den Verlauf dieses speziellen Tages. Was nun besprochen worden sei, soll in nächster Zeit verarbeitet werden. Im kommenden August soll ein Banntag für die gesamte Bevölkerung durchgeführt werden. Dies ist auch ein Beitrag im Zusammenhang mit den 1050-Jahr-Feierlichkeiten der Einwohnergemeinde Oensingen.

Die Folgen des Sturms im Bürgerwald Aebisholz.

Die Folgen des Sturms im Bürgerwald Aebisholz.

Forstpräsident Erich Gunziger konnte anlässlich des Workshops über die Ausmasse orientieren, welche «Burglind» im Bürgerwald Aebisholz (Bild) angerichtet hat. Gegen 8000 m3 Holz sind in diesem Gebiet dem Sturm zum Opfer gefallen.

Dies ist ein Mehrfaches des normalen und gesamten Jahresbedarfs. In Oensingen und Oberbuchsiten werden üblicherweise zusammen rund 4800 m3 abgeholzt, wovon etwa 2250 m3 auf Oensinger Boden, davon wiederum 800 m3 im Aebisholz.

Der Sturm hat auch teilweise die Waldwege in Mitleidenschaft gezogen. Zurzeit sind acht Personen bei den Aufräumungsarbeiten im Einsatz, die voraussichtlich bis April andauern werden. Praktisch verschont blieb dagegen der Wald am Berghang. Dort gab es nur wenige umgestürzte Bäume. (bwh)