Die Auflösung der Allmend-Kommission auf die neue Legislaturperiode hin und die neue Organisationsform des Forstbetriebes waren die Hauptgründe für die Revision der Gemeindeordnung und der Dienst- und Gehaltsordnung (DGO), wie Bürgergemeindepräsident Stefan Eggenschwiler der Versammlung erklärte. Aufgelöst wurde die Kommission, weil es in der Vergangenheit viele Doppelspuren gab. Inskünftig wird der Bürgerrat die Aufgaben der Allmend-Kommission wahrnehmen. Organe der Bürgergemeinde sind die Gemeindeversammlung, der Gemeinderat, als einzige Kommission die Forstbetriebskommission und die BeamtInnen und Angestellten.

Die Aufgaben der Forstbetriebskommission richten sich nach den Statuten des Forstbetriebes Mittleres Thal über die gemeinsame Bewirtschaftung der Waldungen der Bürgergemeinde Laupersdorf, der Gemeinde Matzendorf sowie des Staatswaldes Lebern-Geissacker. In der Dienst- und Gehaltsordnung wurde der Stundenlohn für Arbeiten des Gemeindepersonals von bisher 25 auf neu 30 Franken angehoben und das Sitzungsgeld bei Kommissions-Sitzungen beträgt neu 40 Franken (bisher 35 Franken). Die Gemeindeordnung und die Dienst- und Gehaltsordnung wurden von der Versammlung einstimmig genehmigt. Sie tritt nach der Genehmigung durch den Kanton voraussichtlich auf den 1. Oktober 2017 in Kraft.

Verwalterin Hedi Büttler-Schaad präsentierte die Rechnung 2016 der Bürgergemeinde. Deren Gesamtrechnung besteht aus den Teilbereichen Bürgerrechnung, Allmend- Rechnung und Forstrechnung. Die Bürgerrechnung (Bürgerrat, Verwaltung, Besoldung, Beiträge an Organisationen) schloss bei einem Aufwand von 39'439 Franken und einem Ertrag von 17'744 Franken (dies entspricht dem Zinsertrag) mit einem Defizit von 21'694 Franken.
Bei der Allmend–Rechnung resultierte bei einem Aufwand von 43'279 Franken und einem Ertrag von 86'023 Franken ein Ertragsüberschuss von 42'743 Franken. In den Ausgaben enthalten ist auch ein Planungskredit für die Weidhütte von 7950 Franken.

Haupteinnahmequellen waren die Allmend-Pachtzinse (25'927 Franken), die Weidtaxen (9645 Franken), Weidstallmiete (2500 Franken) und der Sömmerungsbeitrag (28'800 Franken).
Seit 1. Januar 2016 ist der Forst beim eigenständigen Forstbetrieb Mittleres Thal angesiedelt, mit eigenem Budget und eigener Rechnung. Somit verblieben bei der Forstrechnung der Bürgergemeinde Laupersdorf lediglich die Waldhütte mit Kinderspielplatz auf dem «Hasenbödeli» (3188 Franken Vermietungseinnahmen) und der Werkhof/Holzschnitzel-Schopf. Dieser ist an den Forstbetrieb vermietet und generierte Mieteinnahmen von 22'500 Franken.

Vom Finanzausgleich kam ein Beitrag von 31'100 Franken herein. Die Gewinnausschüttung des Forstbetriebes Mittleres Thal generierte Einnahmen von 24'150 Franken und die Einzahlung an den Forstbetrieb betrug 36'050 Franken. Insgesamt resultierte bei der Forstrechnung ein Ertragsüberschuss von 18'769 Franken. 2016 wurden netto 41'587 Franken investiert (Ersatz des Krans im Schnitzelschopf).

Insgesamt schloss die Rechnung 2016 der Bürgergemeinde mit einem Ertragsüberschuss von 39'818 Franken. 38'199 Franken davon werden als Abschreibung verwendet, die restlichen 1619 Franken dem Eigenkapital zugewiesen.