Matzendorf
Die Bergschule Brunnersberg soll eine Gnadenfrist von drei Jahren bekommen

Die Gemeinderäte der Trägergemeinden Aedermannsdorf, Laupersdorf, Matzendorf und Mümliswil-Ramiswil sollen sich dafür einsetzen, dass die Bergschule im Interesse der Jüngsten erst im Sommer 2017 geschlossen wird. Das wünschen sich die Bergfamilien.

Erwin von Arb
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Die Bergfamilien möchten die schnelle Schliessung der Bergschule Brunnersberg verhindern. bko

Die Bergfamilien möchten die schnelle Schliessung der Bergschule Brunnersberg verhindern. bko

BRUNO KISSLING

Damit, dass die Bergschule Bunnersberg definitiv geschlossen wird, haben sich die Bewohner der umliegenden Berghöfe schweren Herzens abgefunden. Sorgen bereitet ihnen aber, dass die Schule bereits diesen Sommer ihren Betrieb einstellen soll.

«Das geht in unseren Augen viel zu schnell und geschieht vor allem auch auf Kosten jener Schülerinnen und Schüler, die letzten August in die Schule eingetreten sind», sagt Corinne Dummermuth vom Hof Kleinbrunnersberg in Namen der Bergfamilien.

Eine schnelle Schliessung wolle man auf jeden Fall verhindern und habe deshalb Kontakt mit den vier Gemeindepräsidenten der Trägergemeinden Aedermannsdorf, Laupersdorf, Matzendorf und Mümliswil-Ramiswil aufgenommen.

«Uns schwebt eine Übergangszeit von drei Jahren vor. Dann wären die betroffenen Kinder so weit, dass sie den Übertritt in die Schule im Thal leichter schaffen», so die 28-Jährige.

Treffen fand letzten Montag statt

Am Montag hat nun das Treffen mit den vier Gemeindepräsidenten stattgefunden. Corinne Dummermuth hofft, dass die Bergfamilien mit ihrem Anliegen auf Verständnis stossen, schliesslich bekämen mit der um drei Jahre verschobenen Schliessung auch die Schulen unten im Tal mehr Zeit, um die nötigen Vorkehrungen für die Aufnahme der zwölf Kinder von der Brunnersbergschule treffen zu können.

Corinne Dummermuth glaubt an diese letzte Chance der Bergschule. Zumindest hätten die Gemeindepräsidenten den Bergfamilien zugesichert, ihren Antrag innerhalb der nächsten zehn Tage den jeweiligen Gemeinderäten zur Beratung vorzulegen. «Wir hoffen im Interesse der Kinder auf einen positiven Bescheid.»

Kurt Bloch: «Kein Kommentar»

Gemeindepräsident Kurt Bloch bestätigt im Namen der Leitgemeinde Mümliswil-Ramiswil das Treffen mit den Bergfamilien und dass die Räte über deren Antrag befinden werden. «Wir wollten damit zeigen, dass wir die Anliegen der Bergfamilien ernst nehmen.» Weiter kommentieren wollte er das Treffen nicht. Auch über den allfälligen Ausgang der Beratungen in den Räten wollte er sich nicht äussern. Er wolle den Räten nicht vorgreifen.

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