Wohnüberbauungen
Die Baulücke beim Bahnhof Egerkingen wird geschlossen

Trotz hohem Leerwohnungsbestand sind in Egerkingen zwei neue Wohnüberbauungen mit insgesamt 90 Wohnungen in Planung.

Erwin von Arb
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Auf diesem Areal soll die «Überbauung Bahnhofpark» mit 59 Wohnungen und möglicher gewerblicher Ausrichtung entstehen.

Auf diesem Areal soll die «Überbauung Bahnhofpark» mit 59 Wohnungen und möglicher gewerblicher Ausrichtung entstehen.

Erwin von Arb

Der Bau von neuen Wohnungen bewegt sich in Egerkingen weiterhin auf hohem Niveau. Geplant sind zwei neue Überbauungen mit insgesamt 90 Wohnungen. Damit werde der Leerwohnungsbestand in Egerkingen, wo derzeit rund 80 Wohnungen leer stehen, wohl weiter anwachsen, wurde bei der Beratung dieser Geschäfte im Gemeinderat erwähnt. Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi führte dazu aus, dass dies den beiden Bauherrschaften bekannt sei.

59 neue Wohnungen beim Bahnhof

Die «Überbauung Bahnhofpark» ist mit 59 Wohnungen in fünf Mehrfamilienhäusern das grössere Projekt. Die gegenüber dem Bahnhof liegenden Grundstücke Grundbuch Nummer 1687, 2536, 2547 und 3084 wurden kürzlich von der Steiger Immobilien AG, Triengen, erworben, in deren Auftrag die sattlerpartner architekten + planer AG, Solothurn, das Projekt ausgearbeitet hat. Vorgesehen ist der Bau von Eigentumswohnungen, die etappenweise realisiert werden sollen. Als Option ist entlang der Bahnlinie ein langer Baukörper mit möglicher gewerblicher Nutzung wie Kiosk, Café oder Ähnlichem zum Bahnhofplatz denkbar. Das Projekt liegt in der Mischzone Wohnen, die Grundstücke unterstehen einer Gestaltungsplanpflicht.

Der Gemeinderat zeigte sich beeindruckt vom eingereichten Dossier und verabschiedete den Gestaltungsplan zur Vorprüfung durch das kantonale Amt für Raumplanung. Der Rat hat sich zum Ziel gesetzt, die öffentliche Planauflage noch vor Weihnachten erfolgen zu lassen.

30 Wohneinheiten an Bannstrasse

Bereits zur öffentlichen Auflage gelangt der vom Amt für Raumplanung vorgeprüfte Gestaltungsplan für die Wohnüberbauung Bannstrasse mit 30 Mietwohnungen samt Einstellhalle mit Investitionen von rund 13. Mio. Franken auf dem Grundstück Grundbuch Nummer 2476. Dieses liegt zwischen der Bannstrasse und der Industriestrasse. Das Grundstück liegt ebenfalls in der Mischzone Wohnen und untersteht einer Gestaltungsplanpflicht.

Das Baugesuch für das u-förmige Gebäude liegt bereits vor, muss aber noch im Detail geprüft werden. Auf Empfehlung der Planungskommission gab der Gemeinderat den Gestaltungsplan frei für die öffentliche Planauflage. Die Auflage erfolgt vom 19. September bis 20. Oktober 2014.

Markus Thommen, Bereichsleiter Bau, informierte den Gemeinderat über einen Rohrleitungsbruch, der sich vor rund zweieinhalb Wochen im Schwimmbad ereignet hatte. Aus diesem Grund habe die Badesaison früher als erwartet beendet werden müssen. Inzwischen sei das Nötigste gemacht worden, insbesondere der Ersatz der Leitung. Damit sei es aber nicht getan, denn das Freibad sei insgesamt sanierungs- und erneuerungsbedürftig. Unter anderem muss auch die Folie im Wasserbecken ersetzt werden und die Anlage insgesamt an die neuen Vorschriften angepasst werden. Thommen rechnet mit Kosten von bis 500 000 Franken. Der Gemeinderat nahm von dieser hohen Summe Kenntnis und wird sich bei der Beratung des Budgets 2015 damit auseinandersetzen.

Der Gemeinderat vereidigte ferner im 50-Prozent-Pensum Belinda Richner, die seit 1. August das Verwaltungsteam als Protokollführerin im Gemeinderat und in den technischen Kommissionen verstärkt. Sie betreut zudem die AHV-Zweigstelle. Eine passende Gelegenheit fand Johanna Bartholdi, die Anwesenden auch an das von ihnen zu Beginn der Legislatur abgelegte Amtsgelöbnis zu erinnern.

Begleitgruppe nun komplett

Die Gemeindepräsidentin gab im Weiteren bekannt, dass das «Komitee Fridau ohne Asylzentrum» Franz Fischer und Silvia Studer-Fischer als Mitglieder für die Begleitgruppe des Asylzentrums bestimmt hat. Dieser Begleitgruppe gehören ferner an Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi und die Leiterin Verwaltung Elvira Biedermann, Vertreter des ASO und der Kantonspolizei sowie Angehörige der für die Betreuung und Unterbringung der Asylsuchenden zuständigen ORS Service AG.