Klus
Die Bahn in Oensingen wird für 1,9 Mio Franken erneuert

Auf einer Strecke von gut einem Kilometer lässt die Oensingen-Balsthal-Bahn den Gleisunter- und -oberbau total erneuern. Die Arbeiten werden an zwei Wochenenden ausgeführt.

Alois Winiger
Drucken
Teilen
Ein Triebwagen der OeBB, unterwegs auf dem sanierungsbedürftigen Streckenabschnitt vor der Oensinger Dünnernbrücke (hinten rechts).

Ein Triebwagen der OeBB, unterwegs auf dem sanierungsbedürftigen Streckenabschnitt vor der Oensinger Dünnernbrücke (hinten rechts).

Bruno Kissling

Es handelt sich um den Streckenabschnitt zwischen dem Bahnübergang auf der Höhe Umladestation Kebag beim Industrieareal Klus und der Dünnernbrücke nördlich des Leuenfelds in Oensingen. Die Schienen und das Schotterbett werden ausgewechselt und eine Gleisentwässerung eingebaut. Die Arbeiten werden in zwei Etappen erfolgen: Mitte November von Maiacker bis Bahnübergang Äussere Klus, von dort bis zur Dünnernbrücke im April oder Mai 2016.

Die Ausführung erfolgt konzentriert auf je ein Wochenende von Freitagabend 20 Uhr bis Sonntag 5 Uhr in der Frühe, wie Heinz Kamber, Geschäftsführer der OeBB, erklärt. Während dieser Zeit sind Busse im Einsatz. «Die gute Zugänglichkeit macht es möglich, dass die Arbeiten in so kurzer Zeit ausgeführt werden können», sagt Kamber. Allerdings sei dafür ein Mehrschichtenbetrieb nötig. Die Bevölkerung wird rechtzeitig per Inserat aufmerksam gemacht auf die Arbeiten, die rund um die Uhr dauern.

Unterbau ist verschmutzt

Die Erneuerung auf dieser Strecke drängt sich auf, weil der Unterbau eine ungenügende Stärke aufweist und verschmutzt ist, teilweise sogar stark. Dies haben Untersuchungen ergeben. Dabei ist im Weiteren festgestellt worden, dass der Untergrund in der Ebene und im Dammbereich der Dünnerbrücke so dicht sei, dass kein Wasser versickern kann. Das Planum liege zu hoch, ein ausgeprägtes Gefälle sei nicht überall erkennbar, heisst es im geologischen Untersuchungsbericht. Zusammenfassend lasse sich sagen, «dass der Zustand des Unterbaus schlecht und die Tragfähigkeit ungenügend ist.»

Entwässerung fehlt

Des Weiteren wird im Bericht festgehalten, dass der betroffene Streckenabschnitt keine Entwässerungsleitungen enthalte. Grösstenteils werde das anfallende Oberflächen- oder Sickerwasser aus der Böschung oder Ebene im Bahngraben gesammelt, eine Entwässerung für das Trassee sei nicht vorhanden. Um zu vermeiden, dass der Böschungsfuss durchnässt wird, sei eine Ableitung mit einer Entwässerungsleitung zwingend vorzusehen.

Eine solche wird denn auch eingebaut, ebenso eine Planumsschutzschicht. Das Sickerwasser wird in der Leitung gefasst und dem Gleis entlang geführt bis zur Dünnernbrücke bzw. zum Vorfluter. Der letzte Schlammsammler vor dem Auslauf in die Dünnern wird mit einem Absperrschieber ausgerüstet und der Auslass mit einem natürlichen Gerinne aus Blocksteinen versehen.

Die Gesamtkosten für das Vorhaben werden mit 1,9 Mio. Franken veranschlagt. Es handelt sich um eine Umbaumassnahme im Rahmen einer ordentlichen Ersatzinvestition.

Aktuelle Nachrichten