Gunzgen
Die ARA im Gäu kämpft mit zu hoher Nitratbelastung

Während der Rechnungsabschluss des Zweckverbands Abwasserreinigung Gäu sehr positiv ausfällt, mussten wiederholt zu hohe Nitratwerte im Abwasser konstatiert werden.

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Die Abwasserreinungsanlage Gäu in Gunzgen hat mit zu hoher Nitratbelastung zu kämpfen.

Die Abwasserreinungsanlage Gäu in Gunzgen hat mit zu hoher Nitratbelastung zu kämpfen.

zVg/Ara Gäu

Die 78. Delegiertenversammlung des Zweckverbands Abwasserreinigung Gäu hat in Gunzgen die Rechnung 2016 mit einem Gesamtaufwand von 1,797 Mio. Franken und einem Ertragsüberschuss von fast 159 000 Franken ohne Gegenstimme gutgeheissen. Der sehr positive Abschluss ist auf die weit unter Budget liegenden Aufwände zurückzuführen.

Wie dem Jahresbericht 2016 zu entnehmen ist, konnten die Einleitbedingungen für Nitrit nicht eingehalten werden. Bei 14 Proben kams zu Überschreitungen, deren 7 wären zulässig. Wie Klärmeister Martin Bleuer im Jahresbericht erwähnt, sei man guter Hoffnung, das Problem zusammen mit dem Amt für Umwelt lösen zu können. Auffallend, dass sämtliche Überschreitungen zwischen dem 15. Januar und dem 25. März festzustellen waren.
Gegenüber dem Vorjahr lag die biologisch gereinigte Wassermenge extrem hoch. Im Tagesdurchschnitt wurden gut 5700 Kubikmeter Abwasser gereinigt; im Vorjahr waren es gut 1000 Kubikmeter Wasser weniger. Diese hohen Werte sind auf die übermässig hohen Niederschläge zurückzuführen.

Weiter orientierte Präsident Werner Berger, Egerkingen, über die geplante Studie betreffend Elimination von Mikroverunreinigungen, welche noch diesen Sommer gestartet werden soll. Die Studie wird mit dem Amt für Umwelt, den Abwasserzweckverbänden Falkenstein und Gunzgen sowie den städtischen Betrieben Olten als Vertreter der regionalen Wasserversorger betrieben. Als Ergebnis erhofft man sich die markante Verringerung der Mikroverunreinigungen bei den beiden Kläranlagen in Oensingen und Gunzgen.

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