Balsthal

Die «Alte Litzi» muss ortstypischen Neubauten weichen

Beim Rückbau ist viel Handarbeit gefragt. Die Biberschwanzziegel werden gereinigt und andernorts wieder eingesetzt.

Beim Rückbau ist viel Handarbeit gefragt. Die Biberschwanzziegel werden gereinigt und andernorts wieder eingesetzt.

In der Kernzone von Balsthal verschwindet ein altes, markantes Haus und weicht so der Überbauung Geissgässli. Vier neue Häuser sollen entstehen, zwei davon von historischer, und zwei von zeitgenössischer Architektur geprägt.

Es handelt sich um die «Alte Litzi», im Ortsbild-Inventar als erhaltenswert klassiert. Seit ein paar Tagen läuft der Rückbau, Auftraggeber und gleichzeitig Besitzer von Liegenschaft und Grundstücken sind der Balsthaler Unternehmer Peter Eggenschwiler sowie Alfred Bräker, Riken AG.

Vier neue Häuser werden entstehen, zwei davon erhalten die ortstypischen Giebeldächer und gliedern sich so an das historische Häuserensemble der Kernzone an. Östlich davon sind zwei Gebäude mit Flachdach geplant. «Sie sollen sich durch zeitgemässe Architektur klar abheben», erklärt Eggenschwiler. Zuständig ist die ZSB Architekten AG, Oensingen. Die Anwohner seien immer über den Planungsfortschritt informiert worden. Wohl deshalb habe es denn auch keine Einsprachen gegeben.

Emotionaler Entscheid

Es sei für ihn ein emotional geprägter Entscheid gewesen, diese «Alte Litzi» zu kaufen. «Ich bin etwa hundert Meter daneben aufgewachsen. Das Haus ist in meinem Kopf immer präsent, sei es von früher her als Feuerwehrmagazin, als Militärküche oder Moschti. Es tat mir weh, zuschauen zu müssen, wie alles langsam zerfällt.» Bei so vielen Emotionen: Warum heisst dann die neue Überbauung nicht «Litzi»? Das komme daher, sagt Eggenschwiler, dass das grössere Bauvolumen am Geissgässli entsteht. Zehn Millionen Franken würden in das Vorhaben investiert. Die Wohnungen sollen gemäss Plan ab Oktober nächsten Jahres bezugsbereit sein. (wak)

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