Lange ist es her, seit auf dem Passwang die erste Viehschau stattgefunden hat. Inzwischen laufen die Vorbereitungen für die mittlerweile 90. Auflage auf Hochtouren. Die Aussteller wissen, was im Vorfeld zu erledigen ist, sind routiniert und unkompliziert. «Es läuft von alleine», sagt Adolf Zemp vom Unteren Passwang.

Er hat die neuen Holzschwirren parat für den Transport auf den Schauplatz. Gestern Nachmittag stellten die acht Züchterfamilien den Schauplatz auf und richteten die Festwirtschaft ein. «Am Dienstag hat niemand mehr Zeit für so was», stellt Sohn Roland Zemp klar. Warum? «Alle sind am Waschen der Kühe».

Seit 22 Jahren lässt Familie Zemp ihre Kühe an dieser Viehschau punktieren. Ob er in dieser Zeit je einmal an der Schau gefehlt habe? Die Antwort von Adolf kommt prompt: «Auf keinen Fall». Beinahe den gesamten Kuhbestand zügelt die Familie Zemp am Mittwoch vom Unteren zum Mittleren Passwang. 23 Kühe müssen bis dahin gewaschen, gebürstet und geschmückt werden. Der Schmuck kreiert Ursula Zemp mit Blumen aus dem Garten, kleinen Tannenästen und Beeren aus dem Wald.

Alpaufzug bildet Höhepunkt

Der Aufzug zum Schauplatz auf dem Mittler Passwang ist der Höhepunkt der Viehschau. Ein Spektakel, welches Jahr für Jahr viele Besucher anlockt. Ab 9.30 Uhr treiben sechs Familien ihre Tiere für die Zuschauer unter Glockengeläut auf den Mittleren Passwang.

Um 12 Uhr erfolgt die Bewertung der Kühe und Rinder. Im Anschluss präsentieren die Züchter den Besuchern auserlesene Tiere im Ring. Zum Züchterabend ab 19.30 Uhr sind alle eingeladen. Umrahmt wird der Abend auf dem Mittleren Passwang mit Darbietungen von Gerry Knobel. (mgt)