Herbetswil
Deutliches Ja zum Wärmeverbund

Die Gemeindeversammlung unterstützte die vorgeschlagene Finanzierung des Wärmeverbundes mittels einer Genossenschaft.

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Die bereits bestehende Infrastruktur neben den Schulhäusern soll erweitert werden.

Die bereits bestehende Infrastruktur neben den Schulhäusern soll erweitert werden.

Kissling Bruno

Nach über drei Jahren Planung ist nun auch das letzte Hindernis überwunden: In Herbetswil wird ab Mai gebaut, damit bereits im Winter 2017/2018 die ersten Häuser mithilfe eines Wärmeverbundes beheizt werden können. Grund zur Nervosität hatte Gemeindepräsident Stefan Müller-Altermatt eigentlich nicht. Die Gemeinde hatte die Bevölkerung regelmässig über das geplante Projekt informiert, und auch viele positive Rückmeldungen erhalten, wie Müller-Altermatt in einem Vorgespräch gegenüber dieser Zeitung erwähnte. Aber: «Man darf sich bei solchen Projekten nie zu sicher sein».

Gemeinde kauft Anteilscheine

An der am Mittwochabend in der Mehrzweckhalle abgehaltenen ausserordentlichen Gemeindeversammlung ging es denn auch darum, den letzten Stein für den Wärmeverbund endgültig aus dem Weg zu räumen.

Das Stimmberechtigten sollten der vom Gemeinderat vorgeschlagenen Finanzierung zustimmen, um das Projekt zu stemmen. Der Gemeinderat hatte vorgeschlagen, eine Wärmeverbundgenossenschaft zu gründen, bei welcher die Gemeinde anschliessend Anteilsscheine im Wert von 500 000 Franken erwirbt.

Um die Stimmberechtigten von diesem Vorschlag zu überzeugen, zählten Gemeindepräsident Müller-Altermatt und der Gemeindevizepräsident Heinz Gautschi die Vorteile dieser Finanzierungsart auf: Dazu gehört etwa, dass sich die Gemeinde dank der Gründung einer Genossenschaft bei dem Bau des Wärmeverbundes nicht übermässig verschulden muss, und dass die Wärmebezüger an den Versammlungen der Genossenschaft ein Mitspracherecht haben.

Einstimmiges Votum

Bei der Schlussabstimmung wurde klar: Stefan Müller-Altermatt und Heinz Gautschi hatten gute Arbeit geleistet. Einstimmig wurde der Vorschlag des Gemeinderats zur Finanzierung des Wärmeverbundes von den 36 anwesenden Stimmberechtigten gutgeheissen.

Der Gemeindepräsident war erleichtert: «Das dieses grosse Projekt umgesetzt werden kann, ist grossartig». Er sei dankbar für das Vertrauen, das die Versammlung mit der Bewilligung eines so hohen Kredits zum Ausdruck brächten. Nun könnten bald die ersten Bauarbeiten in Angriff genommen werden. (rba)