Tradition
Der Zibelimäret Oensingen wandelt auf neuen Wegen

Der Ziebelimärit steht im Zeichen des Wandels. Die Vereiner und Besucher sind den Veränderungen positiv gestimmt.

Gülpinar Günes
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Zibelimäret Oensingen
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Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018. Stand von Annina Tschumi.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen. Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018. von links: Gemeindepräsident Fabian Gloor, OK-Präsident Max Keller, Gewerbevereins-Präsident Jürg Perren, Kantonsrats-Präsident Urs Ackermann und Regierungsrat Roland Fürst den 51. Oensinger Zibelimäret eröffnet. Er startet erstmals an einem Freitag und dauert neu bis am Sonntagabend.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018.
Impressionen vom Zibelimäret Oensingen 2018. Eröffnung Zibelimäret Oensingen 2018 Auf dem neuen Markt-Gelände mit Zeughausstrasse und Mühlefeldstrasse (Bild) haben am Freitagmorgen v.l. Gemeindepräsident Fabian Gloor, OK-Präsident Max Keller, Gewerbevereins-Präsident Jürg Perren, Kantonsrats-Präsident Urs Ackermann und Regierungsrat Roland Fürst den 51. Oensinger Zibelimäret eröffnet. Er startet erstmals an einem Freitag und dauert neu bis am Sonntagabend.

Zibelimäret Oensingen

Patrick Lüthy

Der 51. Zibelimäret steht im Zeichen des Wandels: neuer Standort und neue Öffnungszeiten. Veränderungen sind selten einfach, doch die Vereine und die Besucher sind dem Wandel gegenüber positiv gestimmt. Das schlechte Wetter bleibt dabei die einzige Konstante.

«Die alte Strecke war etwas attraktiver, muss ich zugeben», meint Bruno Mumenthaler, Fahrer des Zibeli-Express, und ergänzt: «Letztes Jahr hatte es mehr Leute, die den Zibeli-
Express genutzt haben, um an den Märet zu gelangen.»

Der Standortwechsel des Zibelimäret macht sich bereits unterwegs dazu bemerkbar. Geschützt vor dem kalten Regen und dem beissenden Wind erreicht man den Märet mit dem Express nun über eine Haltestelle am Bahnhof Süd statt auf dem Bahnhofplatz.

Kantonspolizei setzt der Tradition ein Ende

Aus verkehrssicherheitstechnischen Gründen erteilte die Kantonspolizei Solothurn dieses Jahr nämlich keine Bewilligung mehr für die komplette Schliessung der Hauptstrasse und setzte damit dieser Tradition ein Ende. OK-Präsident Max Keller sieht das nüchtern: «Wir alle, sprich die Vereine und das OK, haben das natürlich nicht gesucht oder gewünscht. Aber die Argumente für die Umsiedlung leuchten ein und wir versuchen, damit zu leben und das Beste daraus zu machen.»

Und das haben sie: Alle gewohnten Stände findet man entlang der Kestenholz- und der Mühlefeldstrasse, unweit von der Hauptstrasse, und wird nötigenfalls durch Wegweiser an die neuen Standorte geführt.

Auch die Vereine scheinen zufrieden: «Die Umsiedlung muss man nehmen, wie sie kommt, und in einem Jahr schauen, was man optimieren kann», sagt der Ehrenpräsident des Vogelherdclubs Oensingen, Rudolf Meise. Der neue Standort hat einen grossen Vorteil, den alle schätzen: Die Nebenstrassen dürfen eine ganze Woche lang gesperrt werden und erlauben den Vereinen einen stressfreien und sicheren Aufbau ihrer Stände.

Das Wetter ist wichtiger als der Standort

Kritikpunkte der Besucher beziehen sich vorwiegend auf den Aufbau des Märets und nicht dessen Standort. «Die Abstände zwischen den Ständen sind zum Teil viel zu gross», meint eine ältere Besucherin, die sich etwas verloren fühlt in der neuen Struktur.

Die meisten Vereine sind überzeugt, dass der Umsatz vom Wetter und nicht vom neuen Standort abhängig sein wird. Tatsächlich hält sich an diesem verregneten und kalten Samstag der Besucheransturm in Grenzen. «Ich finde den neuen Standort besser, es entsteht hier kein Gedränge mehr. Einfach das Wetter könnte besser sein», bestätigt ein älterer Herr und regelmässiger Zibelimäret-Besucher aus Niederbipp.

Das fast 160-jährige katholische Kirchenchor, der seit 51 Jahren am Zibelimäret teilnimmt, sieht das genauso: «Was definitiv fehlt, ist der Montag. Es muss sich noch zeigen, ob es sich bewährt hat, diesen zu streichen und den Freitag hinzuzunehmen.»

Fokus auf das Wesentliche

Der traditionelle Märet am Montag mit fremden Ständen konnte aus organisatorischen Gründen nicht mehr durchgeführt werden. Stattdessen sind diverse davon nun Freitag bis Sonntag anwesend. «Die Leute können sich gar noch nicht vorstellen, dass es den Montag nicht mehr gibt. Wir müssen einfach lernen, damit zu leben.»

Von dieser Tradition müssen sich die Oensinger in Zukunft verabschieden. Stattdessen aber legt man wieder mehr Fokus auf das Wesentliche des Zibelimäret, die Zwiebeln und die Holzhütten. «Das ist eine Tradition, die wir nun wieder in den Vordergrund bringen möchten, damit das Fest nicht zu einer Festmeile verkommt.»

Max Keller und die Vereine sind zuversichtlich, dass man das Fest aufrechterhalten kann. «Im Grossen und Ganzen sind wir zufrieden und freuen uns bereits jetzt schon auf das nächste Jahr.»