Budget-Versammlung

Der Walter-Pfluger-Platz in Oensingen wird zum Spielplatz

Der «Dr. Walter Pfluger-Platz» soll bald Treffpunkt für Kinder und Familien sein

Der «Dr. Walter Pfluger-Platz» soll bald Treffpunkt für Kinder und Familien sein

Neben vielen Infrastruktur-Vorhaben sagte die Budgetgemeindeversammlung Ja zum neuen Spielplatz.

95 Oensinger Stimmberechtigte und zehn Nicht-Stimmberechtigte verfolgten am Montagabend im Bienkensaal die Budgetgemeindeversammlung 2016.

Die lange Traktandenliste liess erahnen, dass diese Versammlung einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Tatsächlich schloss Gemeindepräsident Markus Flury den Abend um 23.20 Uhr.

Die lange Traktandenliste war nötig, ging es beispielsweise darum, ganze sechs Investitionsvorhaben zu Sanierungen von Quartierstrassen in der Höhe von insgesamt fast 5 Mio. Franken abzusegnen sowie Ersatz von vier Wasser- und Abwasserleitungen in der Höhe von 1,8 Mio Franken gutzuheissen.

All diese Geschäfte, vorgestellt von Gemeinderat Georg Schellenberg, Ressortleiter Infrastruktur, wurden mit einer Enthaltung angenommen.

Schon jetzt Ort der Begegnung

Mehr zu diskutieren gab das Traktandum «Investitionsvorhaben Neubau Spielplatz Dr. Walter Pfluger-Platz». Gemeinderat Christian Hunziker, Ressortleiter Bildung und Familie, erörterte den Bedarf nach einem neuen Spielplatz an zentraler Lage in Oensingen.

So sieht der Projekt für den neuen Spielplatz im Zentrum von Oensingen aus.

So sieht der Projekt für den neuen Spielplatz im Zentrum von Oensingen aus.

Beim Walter-Pfluger-Platz seien alle Anforderungen erfüllt. Man habe auch im Bereich Bienken-Saal Abklärungen für einen Standort getroffen. Aufgrund der starken Ablehnung der Anwohner sei man übereingekommen, dass der Walter-Pfluger-Platz besser geeignet sei, da er jetzt schon ein Ort der Begegnung sei.

«Eine Arbeitsgruppe Spielplatz mit Vertretern des Gemeinderates, des Elternrates, der Seniorengruppe und der Verwaltung hat das nun vorliegende Projekt erarbeitet», so Hunziker.

Der Platz soll keine grossen Einschnitte erfahren. «Die Parkplätze sollen belassen werden, auch am bestehenden Fussweg wird nichts verändert.» Konkret sollen ein Pétanque-Feld, ein Schach-Mühle-Spielfeld, ein Pavillon sowie WC-Anlagen gebaut werden.

Auf dem eigentlichen Spielplatz-Feld sollen für Krabbel- sowie für grössere Kinder Spielgeräte, insbesondere auch Sand- und Wasserspielgeräte, zu finden sein. Der neue Spielplatz wird umzäunt.

Ein Anwohner stellte «auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache» einige kritische Fragen schon bei der Eintretensdebatte. «Wir Pfluger-Platz-Anwohner sind schon genug Immissionen ausgesetzt.

Jetzt sollen es auch noch spielende Kinder sein.» Zudem fand er das ganze Projekt mit einen Investitionsbedarf von 250 000 Franken überrissen und mit Spielgeräten zugepflastert. Auch für den Zaun konnte er sich nicht begeistern.

Der Votant bekam Unterstützung von weiteren Anwesenden. Schliesslich wurde doch Eintreten beschlossen und das Geschäft mit 68 Ja, gegen 17 Nein und 8 Enthaltungen überraschend klar gutgeheissen.

«Die dickste Maschine?»

Ebenfalls einige Diskussionen löste das «Investitionsvorhaben Ersatzbeschaffung neue Strassenwischmaschine» aus. 300 000 Franken sollen dafür ausgegeben werden, was manchem Stimmberechtigten zu viel ist.

«Muss es für Oensingen wieder die grösste und dickste Maschine sein. Würde es nicht auch eine kompaktere tun?» Andreas Affolter, Leiter Bau, erläuterte, man sei noch am Evaluieren des Modells und habe noch keine Detailofferte, die man vorlegen könne

Es gehe vorerst darum, die Finanzierung sicherzustellen. Auch ein Leasing sei geprüft worden, dies aber als zu kostspielig beurteilt worden. Schliesslich genehmigte die Versammlung den vom Gemeinderat vorgeschlagenen Investitionskredit.

Ein weiterer Posten im Investitionsprogramm ist ein neuer Schliessplan für das Feuerwehrmagazin in der Höhe von 170 000 Franken. Damit wolle die Gemeinde das Vorhaben, die gemeindeeigenen Liegenschaften mit einem elektronischen Schliessplan auszustatten, weitergeführt.

Nach 20 Jahren sei es auch an der Zeit, den 1995 erbauten Bienken-Saal mit einer neuen Schiebewand im Parterre auszustatten. Patrick Gugelmann, Ressortleiter Planung und Umwelt, erklärte, die bestehende Schiebewand sei in einem so schlechten Zustand, dass die Sicherheit der Besucher nicht mehr garantiert werden könne.

Die Versammlung bewilligte den Investitionskredit in der Höhe von 150 000 Franken.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1