Projekt

Der Verein Region Thal will die Bevölkerung integrieren

Josephina Vogelsang, Projektleiterin «Wir sind Eins», erklärt, was sie alles im Sinn hat.

Josephina Vogelsang, Projektleiterin «Wir sind Eins», erklärt, was sie alles im Sinn hat.

Das Integrationsprojekt «Wir sind Eins» soll die Bevölkerung im Thal näher zusammenrücken lassen. So etwa mit Nachbarschaftshilfe oder Unterstützung bei der Alltagsbewältigung für die ältere Generation.

Der Verein Region Thal ruft ein neues Projekt ins Leben: Es nennt sich «Wir sind Eins» und dient zur Förderung der Integration und des interkulturellen Zusammenlebens der verschiedenen Bevölkerungsschichten im Thal. Konkret gliedert sich das Projekt in drei Teile: Im ersten Bereich, der «aktives Zusammenleben» genannt wird, sollen verschiedene Bevölkerungs- und Altersgruppen nach ihren Bedürfnissen und Wünschen befragt werden.

Im zweiten Bereich, genannt «Koordination und Netzwerk» soll eine Plattform geschaffen werden, wo sich die Thaler Vereine und Organisationen austauschen können. «Es gibt viele Angebote im Thal, doch die Vereine tauschen sich nicht aus. Somit geht viel Wissen und Erfahrung verloren», erklärt Bernhard Studer, Geschäftsführer Verein Region Thal. Als dritten und letzten Aspekt soll die «Integration» Brücken zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen bilden. Dabei liegt der Fokus auf der Integration von Neuzuzügern und Migranten.

Startphase angebrochen

Das Projekt, das bis ins Jahr 2020 laufen soll, befindet sich derzeit in der Startphase. Aus diesem Grund sind die Ausführungen, welche von Josephina Vogelsang, der eigens dafür angestellten Projektleiterin von «Wir sind Eins» gemacht wurden, noch theoretischer Natur. «Ich habe bis jetzt Gespräche mit allen Thaler Gemeindepräsidenten geführt», erklärt Vogelsang, welche an der Fachhochschule Luzern soziokulturelle Animation studiert hat und nicht im Thal wohnhaft ist. Durch die Gespräche habe sie wichtige Sichtweisen auf die jeweiligen Dörfer erhalten. Auch seien bereits erste Projektideen entstanden. Um eine objektive Betrachtungsweise und damit eine detaillierte Situationsanalyse gewährleisten zu können, reiche dies allerdings nicht. «Ich werde versuchen, mich mit verschiedensten Bevölkerungs- und Altersschichten zu unterhalten.»

Das Ziel dieser Gespräche ist es, bedarfsgerechte Angebote zu erkennen und anschliessend umzusetzen. Im Herbst soll zum Beispiel ein Treffen aller Thaler Organisationen, die sich mit Altersarbeit – also Spitex oder Altersheimen – beschäftigen, stattfinden. Man will «das bestehende Potenzial und die vorhandenen Ressourcen» der Thaler Bevölkerung verstärkt nutzen. Vor allem im gesellschaftlichen Bereich.

Vorerst nur Theorie

Wie diese Projekte konkret aussehen, kann Josephina Vogelsang (noch) nicht ausführen: «Ich kann noch nicht genau sagen, welche Projekte aus den Gesprächen resultieren werden. Ausserdem kann es sein, dass am Ende ganz andere Massnahmen ergriffen werden, als ich sie derzeit erwarten würde», antwortet sie. Während einer knapp einstündigen Medienkonferenz bringt Vogelsang jedoch Beispiele vor: Nachbarschaftshilfe oder Leute, die ältere Menschen bei der Alltagsbewältigung unterstützen, sind zwei davon. Dass mit diesem Projekt nur jene Personen angesprochen werden, die sich sonst schon in Vereinen oder Organisationen engagieren, glaubt sie nicht: «Das Projekt soll breit abgestützt sein und alle ansprechen.»

Theoretische Ideen sind also bereits vorhanden. Nun müssen sie in den nächsten fünf Jahren in die Tat umgesetzt werden. «Es gibt viele Hürden, sie es zu überwinden gibt», ist sich Josephina Vogelsang bewusst. «Vor allem muss ich es schaffen, den konkreten Zugang zur Bevölkerung zu finden.»

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