Mümliswil

Der Turnverein wechselt für das Theater vom Sport-Outfit ins Bühnenkostüm

Den Gesichtern ist anzusehen, dass es im Stück «Hurra – e Bueb» zu Irrungen und Wirrungen kommt.

Den Gesichtern ist anzusehen, dass es im Stück «Hurra – e Bueb» zu Irrungen und Wirrungen kommt.

Am kommenden Wochenende präsentiert der Turnverein Mümliswil das Theaterstück in drei Akten, das im Jahre 1926 uraufgeführt wurde. Sicher ist, dass dieser Schwank mit den zahlreichen Irrungen und Wirrungen Konzentration vom Publikum verlangt.

Als einer ausruft «Why is everybody so upset now?», trifft er den Nagel auf den Kopf, denn es ist eine berechtigte Frage. Gleich im ersten Akt des Schwankes von Arnold und Bach «Hurra – e Bueb!» wird für grosse Verwirrung gesorgt.

Am kommenden Wochenende präsentiert der Turnverein Mümliswil das Theaterstück in drei Akten, das im Jahre 1926 uraufgeführt wurde. Doch zurück an den Anfang.

Das Glück könnte nicht perfekter sein im Hause Bless. Waldemar (Ruedi Boner) ist Anwalt und hat vor einem Jahr seine grosse Liebe Schuggi (Stephanie Tschan) geheiratet. Der Hochzeitstag steht an – ein Grund zum Feiern, der sogar die Schwiegereltern antraben lässt.

Unverhofft erfüllter Wunsch

Nur etwas trübt die junge Liebe: Der ehrenwerte Kantonsrat und Schuggis Vater Horst-Clemens Bitterli (Rolf Minder) rechnet fest mit einem Enkelkind. Doch das Babyglück hat sich noch nicht finden lassen. Oder etwa doch?

Als plötzlich Waldemars Anwaltsfreund Dr. Fritz Fürsprech (Daniel Dietschi) hineinplatzt, gibt es frohe Kunde. Waldemars vor langer Zeit adoptierter Sohn holte kürzlich die Erbschaft ab. Das kann nur eins bedeuten, dass die Mutter Euphemia verstorben ist und somit die Abmachung eingelöst wird, dass der Junior den Namen Bless erhält.

Dieser hat sich in den Kopf gesetzt, seinen «Papi» endlich kennenzulernen und ausgerechnet heute taucht der Sprössling Fridolin Fingerbeeri (Remo Walter) auf. Nun muss dieser vor der Frau und den Schwiegereltern versteckt werden.

Was gar nicht einfach ist, da der erwachsene Junior nicht wunschgemäss gehorcht. Als Schuggi und ihre Mutter Clothilde (Iris Büttler) mit einem Apéro auf den Tag anstossen, verschwindet plötzlich die Häppchenplatte und taucht kurz darauf leer wieder auf. Fridolin hatte eben Hunger.

«Je blanche, je blanche»

Waldemar und Fritz schmieden Pläne, wie sie sich aus dieser misslichen Lage retten können. Da hat Fritz die zündende Idee: «Wir geben Fridolin als alten Studienkollegen aus mit dem Namen: Roger De Fleurie.»

Inspiriert vom neuesten Roman eines Bestseller-Autors. Vordergründig eine gute Idee, wäre da nicht ein verflixter Haken. Dieser zeigt sich erst recht, als Lena Lindström (Susanne Bader), eine alte Internatskollegin von Schuggi, auftaucht .

So wandelt sich der Franzose Roger De Fleurie kurzerhand in den Engländer Roger De Flowers. Und so wird aus: «Je blanche, je blanche, mon homme est Roger» eine «real Verwechslig with all the Sandwiches».

Ohne Konzentration gehts nicht

Doch Lügen haben bekanntlich kurze Beine. So fliegt der ganze Schwindel auf, als Lena Lindström erklärt, dass Roger De Fleurie ihr Autoren-Pseudonym sei. Im dritten Akt lichtet sich langsam der Nebel, und Waldemar kann endlich seine Unschuld beweisen.

Er adoptierte Fridolin aus lauter Dankbarkeit gegenüber Euphemia, die ihren Sohn nicht unehelich lassen wollte. Aber auch der stolze Kantonsrat wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Sicher ist, dass dieser Schwank mit den zahlreichen Irrungen und Wirrungen Konzentration vom Publikum verlangt.

Vorstellungen Sa, 24. Oktober, 20 Uhr; So, 25. Oktober, 14 Uhr; Reserveration via Telefon 062 391 23 81

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