Egerkingen
«Der Strasse Leben einhauchen»: Einwohner schmücken das Rückgrat der Gemeinde

Die Einwohner von Egerkingen sollen mithilfe von vorfabrizierten Blumentrögen zum Ortsbild der Gemeinde beitragen.

Sarah Kunz
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Noch sieht sie eintönig aus, aber die Martinsstrasse in Egerkingen wird bald mit bunten Blumentrögen (siehe Muster) geschmückt.

Noch sieht sie eintönig aus, aber die Martinsstrasse in Egerkingen wird bald mit bunten Blumentrögen (siehe Muster) geschmückt.

Bruno Kissling

Im Rahmen der neu sanierten Martinsstrasse in Egerkingen soll diese mit Blumentrögen verschönert werden. Bewohnerinnen und Bewohner werden von der Kommission für Kultur, Gesellschaft und Soziales aufgefordert, am Begrünungstag, Samstag, 26. Mai, die vorfabrizierten Tröge zusammenzuzimmern und mit Blumen, Beeren oder gar Gemüse zu bepflanzen. Ziel dieser neuen Kommission sei laut Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi, die Gemeinde wieder stärker zusammenzuführen.

«Die Aktion soll der Strasse Leben einhauchen», erzählt Bartholdi. Der Dorfbach sei das Rückgrat der Gemeinde, das verschönert werden soll. Doch das Endbild sei nicht das einzige Ziel dieses Projekts. «Gemeinsam etwas zu schaffen, stärkt den Zusammenhalt eines Dorfes», erklärt die Gemeindepräsidentin. «Wir sind Egerkinger, so sollen wir uns auch fühlen.»

Sponsern oder selber pflanzen

Die Einwohner haben zwei Möglichkeiten: Sie können die Tröge entweder selbst zusammenzimmern oder einen sponsern, der dann von der Kommission bepflanzt wird. 150 Franken beträgt der Sponsoring-Beitrag mindestens. Wer selbst einen Trog bepflanzt, dem werden sowohl die Holzlatten als auch die Erde und Bepflanzung zur Verfügung gestellt. Jeder fertige Trog erhält zudem ein Namensschild des Erbauers oder des Sponsors.

Auch möglich ist das Sponsoring eines Bänklis. Diese werden durch den Verein Aktives Alter aufgestellt. Die Kommission teilt dann den fertigen Blumentrögen und Bänkli entsprechende Plätze zu. «Ein Budget für diese Aktion haben wir uns keines gesetzt», erzählt René Koch, Präsident der Kultur-Kommission. Je weniger gesponsert werde, desto mehr Aufwand werde die Kommission zwar haben, doch Koch meint: «Wir schauen dann. Die Kosten stehen nicht im Vordergrund.»

Lokales Gewerbe einbeziehen

Das Holz für die 120 Zentimeter langen, 40 Zentimeter breiten und 30 Zentimeter hohen Tröge wird von der ortsansässigen von Rohr Holzbau AG zur Verfügung gestellt. Die Pflanzen stammen vom Egerkinger Bluemehuus Kummer. Dieses gibt rund fünf verschiedene Varianten zur Auswahl, aus denen sich die Bewohner ein Muster für ihren Trog aussuchen dürfen. «So stellen wir sicher, dass in keinem Trog zu wenig oder zu viel Grünes landet», scherzt Koch.

Bereits zehn Anmeldungen sind für die Aktion eingegangen, darunter auch ein Bänkli-Sponsor. «Wir hoffen aber auf mindestens 20 Anmeldungen», verrät Koch. «Der Platz ist schliesslich unbegrenzt.» Anmeldefrist ist der 30. April.