Egerkingen
Der Pastoralraum Gäu kann nun wieder auf einen leitenden Priester zählen

Pfarrer Kenneth Ekeugo wurde Dekan Toni Bucher in der Kirche St. Martin feierlich in sein Amt eingesetzt. Ebenfalls in ihr Amt eingesetzt wurden Simon Spielmann als Katechet in Ausbildung (zwei Jahre) sowie Jakub Beround als Jugendseelsorger.

Erwin von Arb
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Dekan Toni Bucher, Pfarrer Kenneth Ekeugo, Pastoralraumleiter Adrian Wicki (v.l.)

Dekan Toni Bucher, Pfarrer Kenneth Ekeugo, Pastoralraumleiter Adrian Wicki (v.l.)

Rund 200 Gläubige aus dem Pastoralraum Gäu, welchem die Gemeinden Egerkingen, Fulenbach, Härkingen, Neuendorf und Oberbuchsiten angehören, sorgten am Samstag beim feierlichen Installationsgottesdienst für Pfarrer Kenneth Ekeugo für volle Ränge in der Kirche St. Martin in Egerkingen. Sehr zur Freude von Pastoralraum-Leiter Adrian Wicki, der sich glücklich darüber zeigte, dass rasch ein Nachfolger für den in Pension gegangenen Pfarrer Josef Csobanczy gefunden werden konnte.

Beschränkte Amtszeit

Die Amtseinsetzung wurde von Dekan Toni Bucher (Balsthal) vorgenommen. Beim Verlesen der für die Installation vorgeschriebenen Missio canonica wies der Dekan vom Dekanat Buchsgau darauf hin, dass diese wegen der befristeten Amtszeit von Pfarrer Kenneth Ekeugo im Auftrag von Bischofvikar Arno Stadelmann erfolge. Wäre Pfarrer Kenneths Amtszeit unbeschränkt, würde die Missio canonica im Auftrag von Bischof Felix Gmür verlesen.

Gemäss Dekan Toni Bucher wird Pfarrer Kenneth Ekeugo bis 31. Juli 2016 als leitender Priester für den Pastoralraum Gäu tätig sein. Danach wird er in seine Heimat Nigeria zurückkehren. Das sei unter den Bistümern der zwei Länder so vereinbart worden, wie am Rande des Gottesdienstes zu erfahren war. Ebenfalls durch Dekan Toni Bucher in ihr Amt eingesetzt wurden Simon Spielmann als Katechet in Ausbildung (zwei Jahre) sowie Jakub Beround als Jugendseelsorger. Pastoralraumleiter Adrian Wicki erklärte, das sich das Team des Pastoralraums vom 24. bis 26. September nach Mariastein zurückziehen werde, um gemeinsam das weitere Vorgehen beim Aufbau des Pastoralraums zu besprechen und diesen auf ein solides Fundament zu stellen. Primäres Ziel sei, die Menschen unabhängig ihrer Einstellung zum Glauben zusammenzuführen. Pfarrer Kenneth Ekeugo überreichte Wicki ein Fläschchen Quittenlikör, entstanden aus Früchten vom Garten des Pfarrhaues in Härkingen. «Damit er bei Bedarf den nötigen Spirit bekommt für gute Ideen», so Wicki. Umgesetzt würden diese im Team sowie in enger Zusammenarbeit mit den Pfarrleiterinnen und -leitern in den fünf im Pastoralraum zusammengeschlossenen Gemeinden.

Kein Zuckerschlecken

Pfarrer Kenneth Ekeugo seinerseits danke den Verantwortlichen des Pastoralraums für das in ihn gesetzte Vertrauen. Er sei sich bewusst, dass der Aufbau des Pastoralraums keine leichte Aufgabe und schon gar kein Zuckerschlecken sei. Dieses Ziel könne erreicht werden, davon sei er überzeugt. «Dazu brauche ich euch alle und Jesus muss bei diesen Bestrebungen ins Zentrum gestellt werden», meinte Pfarrer Kenneth, wie er genannt werden will, zu den Gläubigen.

Dass er sich für diese Stelle im Gäu entschieden habe, bereue er nicht. Er sei nun seit 20 Jahren als Pfarrer tätig. Zuerst in Österreich, dann in der Schweiz in Gampel im Kanton Wallis und danach im thurgauischen Aadorf und nun im Kanton Solothurn. «Aller guten Dinge sind drei», sagte Pfarrer Kenneth und sicherte Adrian Wicki und den Kirchenbesuchern sein Engagement im Interesse der Glaubensgemeinschaft zu. Abschliessend brachte auch der Präsident des Zweckverbandes Pastoralraum Gäu, Eduard Jäggi, seine Freude über den nun personell wieder gut dastehenden Pastoralraum zum Ausdruck. Bevor die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes sich am vom Zweckverband offerierten Apéro im Pfarreiheim gütlich tun konnten, hiess Karin von Arb Pfarrer Kenneth im Namen der Egerkinger Ministranten herzlich willkommen.