Balsthal
Der Naturpark Thal soll windfrei bleiben

Der Verein Thaler Landschaft ohne Windräder formulierte der Generalversammlung seine Ziele. Dabei wurde auf den Konflikt zwischen Naturschutzgesetzgebung und der Planung von Windparks hingewiesen.

Kurt Bader
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Im Naturpark Thal sollen keine Windparks entstehen. (Archiv)

Im Naturpark Thal sollen keine Windparks entstehen. (Archiv)

Aeberhard Christian

Zur zweiten Generalversammlung des Vereins Thaler Landschaft ohne Windräder (TLoW) konnte Präsident Roland Stampfli im vollbesetzten Saal des Restaurants Burg in Klus-Balsthal zahlreiche Mitglieder begrüssen. Mit Freude wurde auch die Anwesenheit von Organisationen aus dem Jurabogen zur Kenntnis genommen, die die gleichen Ziele wie der Verein TLoW verfolgen.

Stampfli wies mit klaren Worten auf die Irrtümer der Energiewende hin und dass ein Touristenland wie die Schweiz keine Windräder vertragen würde.

Speditiv wickelte er die Traktandenliste ab, die Geschäfte gaben zu keinen Diskussionen Anlass. Kassier Max Rütti wies auf die Wichtigkeit der Äufnung finanzieller Mittel hin, um für allfällige, künftige juristische Auseinandersetzungen gewappnet zu sein.

Neue Mitglieder seien deshalb willkommen. Mit Bedauern wurd die Demission des Sekretärs, Stefan Hofmeier, zur Kenntnis genommen werden, welcher während Jahren eine treibende und äusserst kompetente Kraft im Verein war.

Windpark Scheltenpass verhindern

Das vergangene Jahr verlief nach aussen hin eher ruhig. Nach der Einstellung des Planungsverfahrens für den Windpark Schwängimatt durch den Gemeinderat Laupersdorf Anfang 2015 steht der vom Investor kürzlich angekündigte Startschuss für den grossen Windpark auf dem Scheltenpass an. TLoW wird sich tatkräftig für dessen Verhinderung einsetzen.

Hinter den Kulissen hat der Vorstand zu diversen Vernehmlassungen Stellungnahmen verfasst. Richtplan Energie Region Thal: Positiv steht man der Energiegewinnung aus den einheimischen Ressourcen Holz und Sonne gegenüber.

Hingegen wurde gefordert, die für Windparks vorgesehenen, in der Juraschutzzone liegenden Gebiete Schwängimatt und Scheltenpass, ersatzlos zu streichen, ebenso die im Konzept postulierte Behörden- und Grundeigentümerverbindlichkeit.

Gesamtüberprüfung des Kantonalen Richtplans: Hier wurde ebenfalls die Streichung besagter Gebiete gefordert und auf grosse Widersprüche zwischen der geltenden solothurnischen Naturschutzgesetzgebung und der Planung von Windparks auf den Jurahöhen hingewiesen.

Der Naturpark Thal muss windparkfrei bleiben, die Juraschutzverordnung von 1942 ist für TLoW unantastbar. Der Verein hat auch das «schwammig» verfasste Konzept Windenergie des Bundes unter die Lupe genommen.

Demnach sollen in Zukunft nach der vielbemühten Interessenabwägung auch Windparks in BLN-Gebieten (Bundesinventar der Landschaften von nationaler Bedeutung) und im Wald möglich sein. Der Vorstand hält dazu fest, dass der Atomausstieg im Rahmen der Energiestrategie 2050 kein Ausstieg aus dem Natur- und Landschaftsschutz sein dürfe.

www.thalerwind.ch