Zu viele?

Der Naturpark Thal muss Besucherströme an den Hotspots besser leiten

Eine der beliebtesten Wanderrouten im Naturpark Thal ist jene durch die Wolfsschlucht.

Eine der beliebtesten Wanderrouten im Naturpark Thal ist jene durch die Wolfsschlucht.

«Die Probleme sind uns bekannt», sagt Naturpark Thal-Leiterin Ines Kreinacke und bezieht sich auf Fragen, die in Bezug auf die Besucherströme zu den Hotspots des Naturparks Thal ergeben. Das sind der Holzweg in Balsthal und der Eingang zur Wolfsschlucht zwischen Herbetswil und Welschenrohr. Dort finden sich stets viele Besucher ein und so entstehen verschiedene Probleme. «Beim Holzweg Thal sind wir stets daran, Verbesserungen für die Besucher und auch Anwohner zu erreichen. Seien dies nun die Parkierungsmöglichkeiten in Balsthal und Holderbank, die Sauberkeit auf dem Weg generell und auf dem Rastplatz oder das Bereitstellen des Holzes an den Feuerstellen», sagt Kreinacke.

Corona verursacht mehr Autos

Zunehmend gibt es auch Probleme mit parkierten Autos beim Einstieg in die Wolfsschlucht. «Infolge von Corona reisen viel mehr Wanderer mit dem Auto an», sagt Kreinacke dazu. Deshalb sei es insbesondere über das Pfingstwochenende zu grenzwertigen Situationen in Bezug auf die Parkiererei gekommen. Das hört man auch aus Welschenrohr und Kreinacke weiss davon. Dass nun aber extra ein Mitarbeiter als sogenannter Ranger des Naturparks für Ordnung entlang der Strasse sorgen wird, davon sei keine Rede. «Wir haben nicht das Personal und auch nicht die Finanzen, einen solchen Dienst aufzuziehen.»

Rreinacke erklärt jedoch, dass für ein paar Tage ein Absolvent der Ranger-Ausbildung, der sich im Rahmen seiner Abschlussarbeit mit Besucherbetreuung und Besucherlenkung auf dem Holzweg Thal befasste, stundenweise und als Test vor Ort Unterstützung geleistet hat im Auftrag des Naturparks. «Dies war aber kein sogenannter ‹Rangereinsatz›, wie man ihn aus anderen Gebieten kennt», sagt die Leiterin.

«Runder Tisch» soll Lösungen bringen

Man werde das Thema Parksituation rund um die Wolfsschlucht und dem Holzweg Thal in Kürze an einem «runden Tisch» mit verschiedenen Interessenvertretern besprechen und gemeinsame Lösungen entwickeln. Doch die Naturpark-Leiterin betont: «Es wird nicht die eine geniale Lösung geben, eher eine Vielzahl von Massnahmen, an denen wir alle gemeinsam arbeiten müssen: Naturpark, Gemeinden, Anwohner und auch ÖV-Anbieter, mit denen wir im engen Austausch sind.» An die Besucher könne vorerst nur ein Appell an die Vernunft und an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen gerichtet werden.

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