Trimbach
Der mutmassliche Mörder Tekie T. war der Polizei bekannt

Eine Tragödie mit Ankündigung: Der Mann, der verdächtigt wird, die Eritreerin Mereth A. am Donnerstagabend in ihrer Wohnung erstochen zu haben, war der Polizei bekannt. Auch einer Nachbarin hatte der 39-Jährige schon mit dem Tod gedroht.

Remo Hess
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Der mutmassliche Mörder Tekie T. hatte die Mereth A. schon mehrfach mit dem Tod bedroht.

Der mutmassliche Mörder Tekie T. hatte die Mereth A. schon mehrfach mit dem Tod bedroht.

Tele M1

Die engsten Freunde der getöteten Eritreerin Mereth A. können kaum glauben, was passiert ist. Am Donnerstagabend wurde die Frau in Trimbach brutal ermordet. Mutmasslicher Täter ist Tekie T., ein 39-jähriger Eritreer. Besonders tragisch: Die beiden gemeinsamen Kinder im Alter von 3 und 6 Jahren mussten die grausame Tat aus nächster Nähe mitansehen.

Anwohner des Mehrfamilienhauses an der Bannstrasse hatten die Polizei informiert. Nach ihrem Eintreffen fand die Patrouille die schwer verletzte Mereth A. gegen 20.45 Uhr in ihrer Wohnung. Wenig später erlag die Frau ihren Verletzungen. Der mutmassliche Täter Tekie T. stellte sich noch am selben Abend der Kantonspolizei Solothurn.

Schon mehrmals gewalttätig

Die beste Freundin der Ermordeten, Amna Suygul, kümmert sich jetzt vorübergehend um die beiden traumatisierten Jungen. Sie sagt, es sei unfassbar, dass der Mann seinen eigenen Kindern so etwas antun könne.

Wieso Tekie T. seine Freundin mit mehreren Messerstichen ermordete, ist unklar. Bekannt ist aber, dass bereits seit letztem Jahr ein Verfahren gegen ihn lief, so Melanie Schmid, Sprecherin der Kantonspolizei.

Gemäss Amna Suygul sei der Mann bereits mehrere Male gegen die ermordete Mereth A. gewalttätig geworden. Am vergangenen Dienstag habe ihre Freundin denn auch bei ihr um Rat gefragt. Tekie T. sei bei ihr aufgetaucht und habe sie um Geld gefragt. Anschliessend habe er sie mit einem Messer bedroht und gesagt, er werde sie umbringen.

Sie habe ihr daraufhin geraten zur Polizei zu gehen. Mereth A. wollte den Vater ihrer Kinder jedoch nicht in Schwierigkeiten bringen.

Auch die Abwartin des Mehrfamilienhauses an der Bannstrasse in Trimbach, Rufadje Kamberi, ist von Tekie T. schon bedroht worden. Er habe ihr gesagt, er werde ihr «den Kopf abschneiden».

Was mit den beiden Buben geschieht, ist bis jetzt nicht bekannt.