Der Holzweg Thal des Naturparks Thal ist ein sehr erfolgreiches Projekt von Holzhandwerk Thal zusammen mit der verantwortlichen Trägerschaft. Zahlreiche Familien, Wanderer, Schulreisen, Vereine und Gruppen nutzen diese Thaler Attraktion und dies nicht nur bei ganz schönem Wetter. Besonders geschätzt wird der zentral gelegene Pavillon mit Spielplatz.

Um auf den Holzweg zu gelangen, bieten sich verschiedene Ausgangspunkte an. Ein beliebter Startort mit Parkplatz liegt beim sogenannten «Langen Steg» an der Kantonsstrasse zwischen Balsthal und Holderbank. Auf diesem schmalen Brücklein gelangt man bequem von einer Talseite auf die andere. Wer diesen schmalen Steg überqueren wollte, der nach dem Holderbanker Ortskenner René Probst vermutlich im Zusammenhang mit den Augstbachkorrektionen errichtet wurde, konnte sich lediglich an einem Eisenrohr-Geländer festhalten. Wenn Kinder mitten auf dem Steg den rauschenden Augstbach betrachten wollten, mussten sie fest an die Hand genommen werden.

Brücke passt zu Installationen

Urs Hubler, Gemeindepräsident von Holderbank und Vorstandsmitglied der Trägerschaft Holzweg Thal, machte auf diesen mangelhaften Sicherheitsaspekt aufmerksam. Und es wurde sofort gehandelt.

Das 25 Meter lange Brücklein bekam nicht nur ein praktisches, sondern auch ein sehr gefälliges, beidseitiges Geländer aus Douglasien-Holz.

Beat Bader von der Bader Holzbau AG Aedermannsdorf sagte, man habe rund 700 Laufmeter Doppellatten verarbeitet. Gestaltet hat dieses Geländer der Aedermannsdörfer Künstler Sammy Deichmann, welcher auch die verschiedenen Installationen des Holzweges konzipiert hatte. Die grösseren und kleineren Holzwegbesucher können nun den wilden Augstbach ohne mulmiges Gefühl von oben betrachten.

Die Kosten für die neue Geländergestaltung betrugen insgesamt 8000 Franken. Die Gemeinde Holderbank steuerte dazu 3000 Franken bei, verschiedene Sponsoren leisteten den noch fehlenden Betrag von 5000 Franken.

Beim «Ewigkeitsbrücklein»

Die Ausfahrt auf den Parkplatz liegt übrigens auf einem übrig gebliebenen Trassee der ehemaligen Passstrasse über den Oberen Hauenstein, welche von 1830 bis 1834 gebaut wurde. Ungefähr 500 Meter südwestlich des «Langen Stegs» gibt es ein weiteres Brücklein, das sogenannte «Ewigkeitsbrücklein». Es befindet sich in der sogenannten «Sechzigerkurve». Dieses Bauwerk mit schön zugehauenen Steinen ist nicht gut sichtbar, weil die Kantonsstrasse darüber hinweg führt.

Diese Brücke musste gebaut werden, weil für das dort hinunterfliessende Lauchbächlein ein Durchlass geschaffen werden musste. Beim Bau soll es allerlei Ungemach gegeben haben. Das Gelände war rutschig und steil, und man kam bei den Arbeiten nicht vom Fleck. Deshalb begannen viele Leute zu spotten: «Das Brüggli wird i alli Ewigkeit nid fertig». Es wurde dann aber doch fertig, doch der Name «Ewigkeitsbrüggli» blieb bis heute. Nördlich angrenzend befand sich früher der Wasenplatz, ein Ort zur Entsorgung von Tierkadavern und Schlachtabfällen.

Quelle: «Settigi Sache gids» von Elisabeth Pfluger.