Matzendorf
Der lang ersehnte neue Laden ist da

Doppelte Freude herrscht in Matzendorf: Endlich ist der neue Coop-Laden eröffnet. Und er ist mit 280 Quadratmetern Fläche erst noch doppelt so gross wie der bisherige.

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Der Neubau ist zwar nur eingeschossig, vermag aber das Dorfbild zu prägen.

Der Neubau ist zwar nur eingeschossig, vermag aber das Dorfbild zu prägen.

HR Aeschbacher

Heute Freitag und morgen Samstag wird Eröffnung gefeiert, begleitet von Sonderaktionen. Das Geschäft wird neu geführt von Stefan Trachsel, bisher Geschäftsführer im Coop Balsthal. Zuvor lag die Leitung während 21 Jahren bei Verena Bloch, insgesamt war sie 34 Jahre bei Coop tätig. Sie wird sich nun ihrem Hof widmen.

Nicht selbstverständlich

Dass es in Matzendorf überhaupt noch eine Coop-Filiale in dieser Grösse gibt, ist alles andere als selbstverständlich. Coop hatte nämlich bereits vor vielen Jahren praktisch alle Läden dieses Formats aufgegeben. 2007 sah es in Matzendorf ebenfalls nach Schliessung aus. Der Umsatz sinke von Jahr zu Jahr, meldete Coop damals.

Es wurden Unterschriften gesammelt und die Gemeinde schaltete sich ein – mit dem Resultat, dass Coop versprach, der Laden würde «sicher noch ein, vermutlich noch ein weiteres Jahr bestehen bleiben.»

2011 kam wieder Unruhe auf, nachdem die Liegenschaft Gasthof Sternen, in dessen Untergeschoss das Geschäft untergebracht war, an den gebürtigen Matzendörfer Guido Fluri bzw. dessen Fluri Real Estate AG, Cham, verkauft wurde. Hinzu kam, dass die dreissigjährige Verkaufsstelle schon seit langem nicht mehr den zeitgemässen Einkaufsmöglichkeiten entsprach und zusehends an die Kapazitätsgrenze stiess. Coop hatte zwar den Laden behalten, aber signalisiert, dass dieser erneuert und erweitert werden müsse. Allerdings werde dann die Rentabilität fraglich.

Guido Fluri und die «Sonne»

Fluri hatte Pläne für den Gasthof Sternen und ein Ausbau des Ladens passte nicht dazu. Die Lösung bot sich gleich nebenan im leer stehenden Gasthof Sonne. Fluri kaufte auch diesen samt Areal und bot im September 2011 an, auf seine Kosten einen Neubau aufstellen zu lassen und für einen Coop-Laden zur Verfügung zu stellen.

Der Handel war schnell gemacht, die Eröffnung fand dann allerdings nicht wie angekündigt im April 2013 statt. Es war zeitweise so ruhig auf dem Areal, dass gemunkelt wurde, das Projekt sei wohl gestorben. Verständlich also, dass jetzt grosse Freude herrscht im Dorf. (wak)

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