Welschenrohr
Der Landverkauf an Bimbosan wurde bewilligt

Die Gemeindeversammlung stimmte dem Budget 2017 und der Senkung des Steuerfusses auf 129 Prozent zu.

Walter Schmid
Drucken
Teilen
Das Land im Vordergrund kann nun von der Bimbosan erworben werden.

Das Land im Vordergrund kann nun von der Bimbosan erworben werden.

BKO

Es brauchte einige Jahre, bis sich der Gemeinderat zu diesem Schritt durchringen konnte: Im Budget 2017 wird der Steuerfuss von 133 auf 129 Prozent der Staatssteuer gesenkt. Dies wird möglich dank einer praktisch ausgeglichenen Erfolgsrechnung mit einem Überschuss von 63 500 Franken und dem Neuen Finanzausgleich, der finanzschwache Gemeinde deutlich entlastet.

Auch die während einiger Jahre sistierte Familienunterstützung kann wieder gewährt werden. Spezialfinanzierung für Wasser, Abwasser und Abfallentsorgung sind ebenfalls im grünen Bereich.

Bimbosan will Export ausbauen

Kaum ein halbes Jahr ist verstrichen seit dem Landkauf der Liegenschaft Wingeier an der Balmbergstrasse im Halte von 5611 Quadratmeter. Im Herbst wurde das alte Gebäude abgerissen, und nun stimmte die Gemeindeversammlung dem Verkauf des freien Gewerbelandes an die Firma Bimbosan zu.

Ein Preis wurde nicht genannt, aber dazu Gemeindepräsident Stefan Schneider: «Wir geben das Land zu unsern Gestehungskosten inklusive Abbruch der Gebäude weiter und freuen uns über die Absichten der Bimbosan.» Betriebsleiter Daniel Bärlocher erläuterte den 58 Stimmberechtigten die Pläne seiner Firma: «Mit neuen Kapazitäten wollen wir die Produktion unserer Produkte Made in Switzerland steigern und setzen dabei vermehrt auf den Export».

Eine erste Ausbauphase ist bereits in Planung und soll bis 2018 realisiert sein. Die Firma rechnet mit einer Aufstockung des Personalbestandes von heute 20 auf 35 Stellen. Je nach Geschäftsverlauf erfolgt die zweite Phase ab 2020, wobei ein weiterer Ausbau geplant ist.

Nur Spielplatz gab zu reden

Praktisch diskussionslos ging die Versammlung über die Bühne bis zum Investitionskredit Kinderspielplatz. Aufgrund eines Vorprojektes beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 120 000 Franken. Darüber schieden sich die Geister: Ist die Einfahrt zu eng? Ist der Standort richtig? Wie steht es mit der Verkehrssicherheit? Wer bestimmt schliesslich über die Gestaltung? Gemeindepräsident Schneider stellte fest, dass es sich um einen Rahmenkredit handelt.

Über die Gestaltung und Ausführung würden Elternrat, Lehrerschaft, Werkkommission und Gemeinderat zurate gezogen. Somit wurde auch dieser Kredit genehmigt. Diskussionslos passierte das neue Mehrzweckfahrzeug für die Feuerwehr (180 000 Franken), der Lift im Thalhof (90 000 Franken) und im Bauwesen die Stichstrasse an der Rötistrasse (77 000 Franken), der Unterhalt der Kanalisation (50 000 Franken) bis zur baufälligen Friedhofmauer (19 000 Franken).

Mit der Gemeindeordnung, der Dienst- und Gehaltsordnung, dem Submissionsreglement und dem Reglement über Grundeigentümerbeiträge und –gebühren standen gleich vier revidierte Regelwerke zur Diskussion. Sie wurden allesamt begutachtet und genehmigt. Im Feuerwehrreglement wurde die Dienstpflicht von 42 auf 45 Jahre erhöht. Schliesslich fand auch die Statutenrevision des Zweckverbandes der Sozialregion Thal-Gäu die Zustimmung.

Aktuelle Nachrichten