Obergösgen

Der Knoten bei der Kreisschule Mittelgösgen soll sicherer gemacht werden

Die Fussgängerstreifen bei den Bushaltestellen werden 20 Meter Richtung Obergösgen verschoben und die beiden Einspurstrecken (Bildmitte) durch einen Mehrzweckstreifen ersetzt.

Die Fussgängerstreifen bei den Bushaltestellen werden 20 Meter Richtung Obergösgen verschoben und die beiden Einspurstrecken (Bildmitte) durch einen Mehrzweckstreifen ersetzt.

Der Regierungsrat vergab die Arbeiten zur Umgestaltung während der Sommerferien. Geplant sind vier Massnahmen. Unter anderem sollen die Fussgängerstreifen versetzt und die Linksabbiegespuren durch einen Mehrzweckstreifen ersetzt werden.

Der Regierungsrat hat an seiner Sitzung vom Dienstag die Arbeitsvergabe zur Umgestaltung des Knotens bei der Kreisschule Mittelgösgen vorgenommen. Wie Jürg Stuber, Projektleiter Strassenbau beim Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT), erklärte, sei diese Umgestaltung in dem vom Bund veranlassten Agglomerationsprogramm Aareland enthalten, das vor rund vier Jahren initiiert worden sei.

Beim Knoten Kreisschule seien Sicherheitsdefizite festgestellt worden. Dass diese Annahme nicht unbegründet war, zeigt unter anderem der Umstand, dass am 23. Oktober letzten Jahres ein 13-jähriger Schüler, der am frühen Morgen mit seinem Fahrrad unterwegs in die Kreisschule war, von einem PW erfasst und dabei mittelschwer verletzt wurde (wir berichteten).

Vier Massnahmen

Worum geht es bei den Umgestaltungsmassnahmen konkret? Laut Stuber ist erstens geplant, die bestehenden Fussgängerstreifen bei den Bushaltestellen Kreisschule rund 20 Meter nach Süden, also Richtung Obergösgen, zu verlegen. Im Bereich der Garage Gubler wird zudem das Trottoir neu gestaltet und in die Industriestrasse hinein verlängert. Auf der westlichen Seite der Hauptstrasse/Lostorferstrasse wird ebenfalls das Trottoir hin zum neuen Standort der verlegten Fussgängerstreifen verlängert.

Zweitens werden sowohl der Einlenker in die Industriestrasse wie auch jener in die Leimenackerstrasse redimensioniert, also weniger breit gestaltet. Drittens wird sowohl die Linksabbiegespur von Obergösgen her ins Gelände der Kreisschule als auch die Linksabbiegespur von Lostorf her in die Industriestrasse aufgehoben und durch einen Mehrzweckstreifen (Belagsfläche, die beidseitig mit einer gestrichelten Linie markiert ist) in der Mitte der Fahrbahn ersetzt, sodass alle Verkehrsteilnehmer die gleichen Rechte erhalten.

Viertens schliesslich wird auf der Hauptstrasse/Lostorferstrasse von Obergösgen her vor der Kreisschule ein Auslenker, also eine Insel am Rand gebaut, der eine sogenannte Torwirkung erzielen solle. «Die Idee ist, dass der Autofahrer eine Kurve nach links machen muss und nicht mehr gerade durch die Hauptstrasse/Lostorferstrasse an der Kreisschule vorbeifahren kann», so Stuber.

Dies führt zur Frage, ob es denn nicht einfacher gewesen wäre, einen Kreisel zu bauen mit Ausfahrten in die Hauptstrasse/Lostorferstrasse, die Industriestrasse, den Leimenackerweg sowie in die beiden Einmünder in die Eibachstrasse? «Am Anfang wurde bei uns tatsächlich über einen Kreisel diskutiert. Jedoch haben wir das Projekt wieder verworfen, nachdem sich die Kosten-Nutzen-Analyse negativ herausgestellt hat», erklärte der Projektleiter.

Realisierung im Sommer

Kosten sollen die Umgestaltungsmassnahmen rund 400 000 Franken. 40 Prozent davon, also 160 000 Franken, wird der Bund übernehmen. Die restlichen rund 240 000 Franken werden wie folgt aufgeteilt: Der Kanton übernimmt 70 Prozent, also rund 170 000 Franken. Die restlichen rund 70 000 Franken übernehmen die Gemeinden Lostorf und Obergösgen je hälftig, rechnete Stuber vor. Laut dem Projektleiter sollen diese Massnahmen im Juli und August dieses Jahres realisiert werden. «Ziel ist, so viele Arbeiten wie möglich in den Sommerferien erledigen zu können», hielt der Projektleiter fest.

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