Bereits im Jahr 2008 musste sich die Gemeinde Rohr mit einer Teilsanierung ihrer Kapelle befassen. Damals wurden das Uhrwerk inklusive Zifferblatt und auch die Glockenanlage mit den Pendeln demontiert und restauriert. Das Ganze hatte laut Vize-Gemeindepräsident Thomas Marti rund 22 500 Franken gekostet. 5000 Franken hatte die römisch-katholische Kirchgemeinde Stüsslingen-Rohr spendiert, der Rest wurde aus der Spezialfinanzierung «Kapellenfonds» finanziert. Am 22. November konnte die Bevölkerung das Ganze in Augenschein nehmen.

«Sehr stark verfault»

Mittlerweile sind sechs Jahre vergangen, und nun war es an der Zeit, die Innenböden einer Kompletterneuerung zu unterziehen, wie der zuständige Ressortgemeinderat Thomas Henzmann erläutert. So mussten zunächst die bestehenden Bänke sowie die Bodenriemen vor dem Demontieren genau nummeriert und angeschrieben werden, damit es bei der Neumontage keine Verwechslungen gab. Bänke und der Boden waren auch nicht überall gleich lang, respektive gleich breit. «Die bestehenden Balken waren sehr stark verfault und vereinzelt bereits gebrochen, sie wurden komplett ausgebaut und entsorgt», erklärt Henzmann. Um eine bessere Luftzirkulation zu erreichen, sei zudem zirka ein Kubikmeter Schutt herausgenommen und entsorgt worden.

Die Balkenlage unter dem Holzboden wurde durch neue Balken aus Fichtenholz ersetzt. Die neuen Balken wurden zudem für einen besseren Schutz gegen Feuchtigkeit mit einer lösungsmittelfreien Imprägnierung behandelt. Die bestehenden Fundamente aus Steinen wurden, laut Henzmann, ergänzt oder zum Teil erneuert. «Um die Balken gegen aufsteigende Feuchtigkeit, die sogenannte Kapillarwirkung zu schützen, wurde zwischen Fundament und Balken eine zweilagige Schicht Dachpappe eingebaut», erläutert der Gemeinderat. Bestehende Bodenriemen konnten zu einem grossen Teil wieder verwendet werden, defekte wurden durch neue ersetzt und farblich an die bestehenden angepasst.

Die Sanierungsarbeiten haben insgesamt zwei Wochen gedauert und 8532 Franken gekostet. Finanziert wurde die Sanierung der Böden laut Henzmann wiederum über die Spezialfinanzierung «Kapellenfonds». «Allerdings wird die Kantonale Denkmalpflege 20 Prozent der Sanierungskosten übernehmen», stellt Thomas Henzmann in Aussicht. Ferner werde noch eine Privatspende erwartet. «Eine Einweihung ist allerdings keine geplant», hält er allerdings fest.