Olten-Gösgen-Gäu
Der Hegering ehrt Schutzpatron Hubertus mit Gottesdienst

Traditionsgemäss trafen sich Jägerinnen und Jäger der Jagdgesellschaften des Hegerings Olten-Gösgen-Gäu am vergangenen Sonntag zur jährlich stattfindenden Hubertusfeier, die als einer der Höhepunkte im Vereinskalender gilt.

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Die Jagdhornbläservereinigung «Oberaargau/Falkenstein» bei ihrem gekonnten Spiel.

Die Jagdhornbläservereinigung «Oberaargau/Falkenstein» bei ihrem gekonnten Spiel.

ZVG

Die durch die Jagdgesellschaft St. Stephan vorbildlich geschmückte römisch-katholische Kirche in Wolfwil bildete dazu einen würdigen Rahmen.

Messe in B-Dur abgehalten

Die Jagdhornbläservereinigung «Oberaargau/Falkenstein» bewies unter der Leitung von Alois Kissling einmal mehr ihr Können an den traditionellen Instrumenten. Sie spielten mit den Fürst-Pless- und Parforcehörnern mehrheitlich Stücke aus der Hubertusmesse in B-Dur.

Der besondere Reiz dieser Messe liegt in der Kombination beider Jagdhörner. Unterstützt durch die gute Akustik der Kirche konnten die drei Bläserinnen und zwölf Bläser mehrstimmig die vielfältige Ausdruckskraft ihres Naturhorns präsentieren.

Eine Hubertusmesse heisst auch Abschied nehmen von den verstorbenen Mitgliedern. Es waren dies: Ueli von Arx, Pächter Revier Egerkingen, Paul Blatter, Pächter Revier Homberg, Robert Hert, Pächter Revier Frohburg, Heinz Nünlist, Treiberchef Revier Hägendorf, Hugo Rickenbach, Pächter Revier Frohburg, Eduard Vonrüti, Pächter Revier Born.

Mit den Stücken «Letzter Gruss» und «Auf Wiedersehen» wurden die Jagdkameraden in die ewigen Jagdgründe verabschiedet.

Kraft aus der Natur schöpfen

Pfarrer Urs-Beat Fringgeli appellierte an die Kirchgänger, vermehrt in die Natur zu gehen, dort zu verweilen, die Eindrücke auf sich einwirken zu lassen und so Kraft zu schöpfen.

Die Predigt schloss der Geistliche mit dem Gedicht von Oskar von Riesenthal ab: «Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt, wie sich’s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt!»

Der Applaus am Ende der Hubertusmesse zeugte von der Begeisterung der Besucher und war der Lohn für das Bläserkorps sowie für alle, die am guten Gelingen dieser grossartigen Hubertusmesse beteiligt waren.

Im Anschluss spielten die Jagdhornbläservereinigung noch drei weitere gekonnte Darbietungen. Danach trafen sich die Kirchengänger zu einem von der Jagdgesellschaft St. Stephan, Wolfwil spendierten Apéro.(BUO)

Vom Jäger zum Heger

Hubertus wird als Schutzpatron der Jagd angesehen. Gemäss der aus dem Mittellalter überlieferten Legende soll der Heilige auf der Jagd vom Anblick eines prächtigen Hirsches mit einem Kruzifix zwischen den Sprossen des Geweihs bekehrt worden sein. In der Folge änderte Hubertus sein Leben grundlegend und setzte sich hegend und pflegend für die Tiere ein. (rtg)

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