Oensingen

Der Grundstein für die neue Sportstätte ist gelegt

In Oensingen wird eine neue Sportstätte mit Multifunktionshalle und Aussenanlagen gebaut. Am Freitag wurde der Grundstein für dieses Projekt gelegt. Schon in einem Jahr soll die Sportstätte fertig sein.

Meistens wird der Baubeginn für ein grösseres Gebäudes mit einem symbolischen Spatenstich markiert. Für die Sportstätte Oensingen mit Multifunktionshalle und Aussenanlagen entschied man sich für eine Grundsteinlegung.

Das passe besser zu einem öffentlichen Gebäude, erklärte Martin Brunner, Gemeindevizepräsident und Präsident der extra eingesetzten Baukommission, gestern Nachmittag den zahlreich erschienenen Gästen, darunter Regierungsrat Remo Ankli, Vertreter aus umliegenden Gemeinden sowie der planenden und ausführenden Zwimpfer Partner Architekten AG, Basel (ZPA).

Und so stieg denn die ganze Gesellschaft hinab in die Baugrube hinter dem Kreisschulhaus Bechburg, wo man eine kleine Vertiefung für den einzusetzenden Grundstein ausgehoben hatte.

Gemeinderechnung inklusive

Unten angekommen füllte Brunner einige möglichst aussagekräftige Zeitdokumente in einen Aktenkoffer aus Aluminium. So auch Zeitungen, ein Anzeiger und eine Ausgabe des «önziger» sowie eine Gemeinderechnung - eine mit guten Zahlen, wie Brunner betonte.

Verena Hellweg, Architektin von ZPA, legte Pläne hinein. «Um zu dokumentieren, dass alles so kommt, wie geplant», sagte sie. Auch die Präsidenten des Turnvereins Oensingen, der IHC Roadrunners und des SC Lions ein Symbol in den Koffer, wird die Sportstätte vor allem ihnen zugutekommen. Regierungsrat Ankli meinte: «Wenn ich gewusst hätte, dass man hier Papiere deponieren kann - also ich hätte einen ganzen Haufen im Büro.»

Bevor der Koffer in die Grube gelegt und mit Beton zugeschüttet wurde, bekam er noch eine Hülle in Form eines knallgelben Original Oensinger Ghüdersacks. Und um dem Anlass einen typischen Oensinger Stempel aufzudrücken, liess der Feuerwerker Hans Schnider farbige Rauchpetarden in den stahlblauen Himmel steigen.

Das Werk eines Teams

Er freue sich darauf, dass man sich in einem Jahr hier wieder treffen und Einweihung feiern werde, sagte Alexander Furter, Gesamtprojektleiter von ZPA. Er stellte den Verantwortlichen aufseiten der Gemeinde gute Noten aus, denn das Projekt sei in sehr konstruktiver Art gemeinsam entwickelt worden.

In der Tat mussten viele Faktoren und Ansprüche unter einem Dach vereint werden, das Objekt nennt sich ja auch Multifunktionshalle. Sie wird in erster Linie für den Mannschaftssport zur Verfügung stehen wie Unihockey, Inlinehockey, Handball, Volleyball oder Basketball.

«Es sollte nicht länger sein, dass unsere Vereine auswärts trainieren und spielen müssen», erwähnte Martin Brunner einen Hauptgrund, warum man sich für den Bau dieser Halle entschieden hat. Aber nicht nur dem Sport wird die Halle dienen, sondern auch kulturelle Anlässe können darin stattfinden.

Bis aber die Planung für das knapp 10 Mio. Franken teure Vorhaben richtig losgehen konnte, waren Hürden zu nehmen. Im Gemeinderat war das Projekt zwar nie grundsätzlich bestritten.

Vorbehalte gab es jedoch in Bezug auf die Dringlichkeit. An der Gemeindeversammlung wurde das Kreditbegehren erstaunlicherweise ohne eine einzige Frage durchgewunken. Auch an der Urne kam das Projekt gut durch, wenn auch mit einem hohen Nein-Anteil. Doch das, so hatte man gestern bei der Grundsteinlegung den Eindruck, ist bereits Geschichte.

Meistgesehen

Artboard 1