Matzendorf
Der Graffiti-Chäuer soll neu lanciert werden

Der Gemeinderat möchte den Jugend- und Begegnungsraum wieder in Betrieb nehmen. Nun wird das Gespräch mit den Jugendlichen gesucht.

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Der Graffiti-Keller im Jahr 2009, als er noch in Betrieb war. Archivbild bko

Der Graffiti-Keller im Jahr 2009, als er noch in Betrieb war. Archivbild bko

Bruno Kissling

Aufgrund verschiedener Vandalenakte in Matzendorf liess sich Gemeindepräsident Marcel Allemann vom Blauen Kreuz Schweiz über das Projekt «Raumnot» informieren. Raumnot ist ein Beratungs- und Präventionsangebot des Blauen Kreuzes Schweiz und wurde im Rahmen des nationalen Programms Jugend und Gewalt (2011–2015) als Pilotprojekt im Kanton Solothurn lanciert.

Dabei geht es um Lärmbelästigung, Littering, aggressives Verhalten und die daraus resultierenden Spannungen zwischen Anwohnern und Verursachern. Solchen Streitigkeiten will der Gemeindepräsident zuvorkommen.

Umfrage zeigte Bedürfnis auf

Um präventiv möglichen Auseinandersetzungen verschiedener Gruppen vorzugreifen, wurde Andreas Kallweit, Projektleiter von Raumnot beauftragt, die Bedürfnisse der Matzendorfer Jugendlichen abzuklären. An der Gemeinderatssitzung präsentierte Kallweit den Projektstand und seine Ergebnisse.

Nach Schülerbefragungen von der 5. bis zur 9. Klasse, Befragung Jugendlicher im Dorf sowie Befragung des betroffenen Gewerbes, stellte sich heraus, dass ein grosses Bedürfnis nach einem Jugendraum besteht.

Nach intensiver Suche kristallisierte sich der ehemalige Graffiti-Chäuer als beste Variante heraus. Dieser war vor vielen Jahren bereits ein Begegnungsort für die damaligen Jugendlichen. Unter dem Motto «Ein Begegnungsort, der Generationen verbindet» soll der Graffiti-Chäuer neu lanciert werden.

Auf die erste Besichtigung des Kellers folgte die Ernüchterung. Der Keller ist nicht nur sanierungsbedürftig, sondern es fehlen die Sanitäranlagen und Heizung sowie Belüftung.

Arbeitsgruppe führt Projet weiter

Es wurde nun eine Arbeitsgruppe gegründet, die das von Andreas Kallweit konzipierte Projekt weiterführen soll. Ein erstes Treffen wurde vereinbart. Ob der Graffiti-Chäuer zu neuem Leben erweckt werden kann, ist noch offen. Ebenfalls noch offen ist, ob die Jugendlichen überhaupt bereit sind, Einsatz für einen Jugendraum zu leisten, und zwar von Umbauarbeiten bis hin zum Betrieb des Raumes.

Auf die Unterstützung des Gemeinderates können sie dabei zählen, solange sie sich an die Vereinbarungen halten. Wichtig ist für den Gemeinderat, dass mit dem Raum wieder mehr Ruhe einkehrt in Matzendorf.

Zwei Lehrstellen offen

Die Gemeindeverwaltung Matzendorf sucht eine junge motivierte Person, welche ihre kaufmännische Lehre, welche 3 Jahre dauert, auf der Gemeinde absolvieren möchte. Voraussetzung ist mindestens ein Sek-E Abschluss oder eine gleichwertige Ausbildung.

Beim Werkhof ist die Lehrstelle Fachfrau/Fachmann Betriebsunterhalt neu zu besetzen. Diese Lehre dauert ebenfalls 3 Jahre. Beide Lehrstellen sind auf 1. August 2017 zu besetzen.

Gemeindepräsident Marcel Allemann, Verwaltungsrat und Delegierter des Anzeigers Thal Gäu Olten schlug an der Gemeinderatssitzung vor, Sara Liechti neu als Delegierte für den Anzeiger vor. Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

Nach Einholung und Vergleich verschiedener Offerten hat die Firma Christ Gartenbau den Auftrag erhalten, den Kindergartenspielplatz zu renovieren. Mit den Renovationsarbeiten soll schon bald begonnen werden. (slm)

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